Samstag, 26. März 2011

schwul

gestern gesehen: Ein smarter, wichtiger Mann sitzt im Straßencafe, streich(el)t über sein Smartphone. Das sieht einfach schwul, ein bischen tuntig aus.

Mittwoch, 23. März 2011

was jetzt ?

gerade mal über diesen Tweet gestolpert:

Mit Latte Macchiato und "Born to be wild" zur Arbeit - Danke SWR1 für den guten Wochenstart! #swr1

Sonntag, 20. März 2011

Alt

heute, Sonntagmorgen in der Stadt beobachtet:

Alter Mann erklärt altkluger Tochter alte Gebäude

Samstag, 19. März 2011

Ambivalenz

Vom lateinischen ambo “beide” und valere “gelten”. Meint zwiespältig, doppeldeutig oder beschreibt eine Haßliebe. Zwei gegensätzliche Dinge wollen und dadurch in einen inneren seelischen Konflikt kommen. Das Adjektiv dann ambivalent.

So geht’s uns oft auch, das Eine wollen und das Andere nicht lassen. Grundsätzlich bin ich gegen jede Form von Gewalt und Krieg. Möchte aber zum Beispiel auch, dass Diktatoren wie Gaddafi die das eigene Volk abschlachten verschwinden oder abgesetzt werden. Das wird aber nicht immer gewaltlos von statten gehen. 

Oft denke ich aber auch, das hätte man sich vorher überlegen müssen. Das die Mitgliedschaft in einem Verein bestimmte Aufgaben für einen selbst mitbringt, das die Anschaffung eines Autos Folgekosten, die Anschaffung eines Haustiers Pflegebedarf mit sich bringt ist uns allen doch klar. So unsere Bundesregierung, Angela und ihr gelber Aussenminister. Wie waren die geil drauf, dass die Bundesrepublik Mitglied im UN-Sicherheitsrat wird, fast sind  Angelas Mundwinkel nach oben gegangen, fast schon hatte Guido ne glatte Haut vor stolz. Waren die sich nicht bewusst, dass das auch schwierige Entscheidungen mit sich bringt ?

Und dann das, sogar abweichend vom großen Vorbild Amerika sich bei der UN Resolution über eine Flugverbotszone in Libyen für “Enthaltung” entscheiden. WTF ? Hat das ausdrückliche Lob Gaddafis für die deutsche Einstellung unseren Außenguido so beflügelt, haben die die gleichen Gesichtshautprobleme, ist es uns (uns Deutschen ?) so egal

Sonntag, 13. März 2011

WM

Für sie ist es wie eine WM. Die größte nicht durch Krieg verursachte Katastrophe in Japan. Und während die ganze Welt gebannt und schockiert nach Japan schaut schlagen die hängenden Mundwinkel, der sprechende Hosenanzug, schlägt unsere Bundeskanzlerin mal wieder zu.

Ja, ja, der Euro muss gerettet werden, aber ob ihr Lieblingspräsident oder ihre letzten getreuen noch die Segel streichen, Mutti nicht nur aller Deutschen und Deutschinnen, nein die (kinderlose) Mutti fast schon ganz Europas hat mal wieder die Garantien für die lieben europäischen Nachbarn leicht um ca. 200 Milliarden erhöht. Und ihr müsst gar nicht erst fragen, welches Land die Hauptlast dieser Bürgschaft trägt.

Schaut ihr nach Japan, für Angela ist es die WM

Achso, die FAZ sieht’s nicht ganz so drastisch aber sonst gleich

Beck

So mal kurz meinen heutigen Lieblingslink gepostet. Da gibt’s für mich gar nichts mehr hinzuzufügen.

Kurt Beck zu Karl Theodor

mal abgesehen davon, dass der gute Kurt auch nicht so viel gerissen hat in der Politik, aber die Aussage zum “Karle zu”  sind einfach genial.

Gut, einen Satz muss ich einfach zitieren Zwinkerndes Smiley

LVZ: Kurt Beck rechnet mit Guttenberg ab: Gut, dass so einer nicht mehr in der Politik sei
Der Ex-Minister habe Stuss und Katastrophen angerichtet

Kommentar abgelehnt

Jetzt wurde doch tatsächlich mein Leserkommentar zu diesem Artikel abgelehnt

aus einer an mich gerichteten Email:

Hallo XXXX_XXXX,

Ihr Beitrag: ausgefressen
Lieber Josef Seitz, was haben Sie den ausgefressen ? Sie wollen doch nicht ernsthaft behaupten, dass Sie nur bei der Redaktionskonferenz den Kürzeren gezogen haben. Wenn jemand die Aufgabe bekommt, am Samstagabend 4 Stunden Raab schauen und darüber berichten zu müssen hat er doch zumindestens auf dem Chefparkplatz geparkt, hat zumindest das letzte Sushiröllchen vom Tablett genommen oder sich wenigstens als Lena Fan geoutet

wurde von uns nach Prüfung durch einen Administrator nicht veröffentlicht.

Die Gründe, die zu dieser Entscheidung geführt haben können, entnehmen Sie bitte unserer Netiquette:
http://www.focus.de/community/netiquette

Eine Erläuterung der Ablehnung ist aus personellen und zeitlichen Gründen nicht möglich.


Ihr FOCUS-Online-Administrationsteam

(Dies ist eine automatisch generierte Nachricht, bitte antworten Sie nicht an diesen Absender.)

 

so ist’s dann auch wieder

Samstag, 12. März 2011

Doornkaat

 

IMG_1269und ihr müsst mir jetzt nichts von Durst erzählen, so etwas trinkt man nicht wegen des guten Geschmacks, würde es ja auch nicht trinken, wenn es das alkoholfrei geben würde. Entsorgt noch kurz das Fläschchen auf der Wiese um unangenehmen Fragen zu entgehen.

Freitag, 11. März 2011

AIDAsol

2011-03-11 109

Der Markt für Kreuzfahrten boomt. Und genau so, wie die Zahl der Harz IV Aufstocker zu nimmt, genau so steigt die Zahl Derjenigen, die sich auch mal eine Kreuzfahrt leisten können.

Von diesem Boom profitiert unter Anderem auch eine Werft in Deutschland. Diese Werft besitzt eine riesige Halle, die es ermöglicht relativ große Schiffe wetterunabhängig zu bauen. Nachteilig ist die Lage; ungefähr dreißig Kilometer vom nächsten Seehafen, Emden entfernt. Um die Schiffe ihrer Bestimmung zuzuführen, müssen diese über die Ems, bis nach Emden zur Nordsee gebracht werden. Ein Spektakel, das ich mir schon immer einmal ansehen wollte.

Einen Tag vorher haben wir uns auf den mehr als sechshundert Kilometer langen Weg gemacht.  Ein nettes Hotel für eine Nacht gefunden, kurz noch etwas in Papenburg gegessen und dann schnell geschlafen für das große Ereignis am nächsten Tag.

 

 

Dienstag, 8. März 2011

immer

Oder wenigstens immer öfter, könnte Fasching sein.  Nein, nicht dass ich mich wie BAPs Wolfgang Niedecken vom Faschingshasser zum auf dem Wagen Mitfahrer entwickelt hätte – ganz nebenbei, glaub ich ja, dass der gute Mensch aus Köln eher kurz als mittel oder langfristig im Dschungelcamp landet. Diesmal hatte oder habe ich während Fasching Urlaub. Dank mindestens 25 Fernsehprogrammen ist es jetzt aber möglich keine Faschingsveranstaltung anzusehen, dank liberalerem Ladenschluss und umsatzgeilen Discountern kann man am Rosenmontag oder Faschingsdienstag trotzdem bis 24.00 Uhr einkaufen. Und auf der Insel Mainau blühen außer den Krokussen und Schneeglöckchen fast keine anderen Blumen, dafür war’s aber schön leer.

Sonntag, 6. März 2011

geehrt

„meine Freundinnen möchten, dass Du sie bei Facebook addest, sie finden Deine Kommentare immer so cool“ – fühle mich geehrt !

Dienstag, 1. März 2011

zu spät

geschafft. Karl Theodor zu Guttenberg hält dem Druck nicht mehr stand, er tritt von allen seinen Ämtern zurück. Die Bild-Zeitung trauert, mit ihr wie es scheint, die ungefähre Halbe Republik. Die andere Hälfte der Republik, einschließlich mir jubelt. Genau jubelt. Auf dem Weg von der Arbeit nach Hause im SWR Staatsradio political correct und ausgewogen Hörermeinungen zum Fall Guttenberg. Schön ausgewogen, eine Meinung pro, eine Meinung contra Guttenberg.

Ich, ich freu mich, freu mich, dass da einer mal wieder geerdet wurde, dass da einer dann plötzlich gespürt hat, dass nicht die ganze Welt und nicht alle Menschen blöd sind. Lustig, auch, dass Graf Lack dann kein Gespür für den rechtzeitigen Abgang hat. Nach seiner “abstrus” Aussage, war es noch nicht zu spät, hier hin zu stehen, zu sagen, man läßt die Ämter ruhen und sieht alles als eine große Affäre wär kein Problem gewesen.

Samstag, 19. Februar 2011

Minus

Eigentlich müsst ihr euch das nicht geben. Wenn der Oberlegastheniker, wenn der, der seinen ersten Fünfer in Deutsch in der Dritten Klasse hatte, wenn dieser Mensch sich über Rechtschreibung auslässt. Andererseits, wenn ihr den waagrechten Strich in einem Text entdeckt, eventuell noch in  einer Rechnung, dann denkt ihr sicher auch an ein Minus. Jetzt ist das Minus aber so dermaßen negativ besetzt, wer will schon ein Minus, ein Minus Wachstum, ein Minus bei der Fleißaufgabe in der Schule und nicht zuletzt ein Minus in der Haushaltskasse.
Unter diesen Umständen ist es für mich völlig unverständlich, wie fast schon selbstverständlich das Minus hier verwendet wird. Kaum gibt irgend eine Nase, irgend ein irgendwie wichtiger und trendiger Mensch eine Internetadresse durch wie zum Beispiel www.ich-bin-wichtig.com/belanglos schon hör ich’s wieder:
www Dot  ich Minus bin Minus wichtig Dot com Slash belanglos
hört sich doch auch deutlich wichtiger an als:
www Punkt ich Bindestrich bin Bindestrich wichtig Punkt com Schrägstrich belanglos
Jetzt, da der eigentlich noch viel wichtigere Gedankenstrich in der alltäglichen Gedankenlosigkeit untergegangen ist – ist es an der Zeit wenigstens den Bindestrich zu retten, Worte aneinander zu binden scheint deutlich wichtiger als sie voneinander zu subtrahieren zu sein.

P.S.
und dann, nachdem man das Posting fertig hat, beim googeln entdeckt: "rettet den Bindestrich" findet 88100 Einträge FUCK !

Freitag, 18. Februar 2011

ein Letztes noch

wann verdammt noch mal gibt es wieder einen, der den Arsch in der Hose hat zu sagen: “Danke das war’s,  ich hab einen Fehler gemacht oder wenigstens eine menschlich moralische Verpflichtung zurückzutreten !”

Herzlichen Glückwunsch !

Spliff. Ende 1982, nachdem Spliff im Jahr 1982 mit 85555 und darauf Carbonara in Aller Munde waren, hab ich mir praktisch am Erscheinungstag und noch ungehört die 2. Spliff LP für 1982 gekauft.  Schon beim ersten Anhören, ahnte ich, dass ich da eine meiner besten Platten überhaupt zugelegt hatte. Durchgängig deutsche Texte, die für mich noch heute keinen Sinn ergeben, aber ein knackiger trockener Sound, viel elektrisch, nein für mich klang es ausschließlich elektrisch.

Schon das erste Lied, “Herzlichen Glückwunsch !” lies mich den Lautstärkeregler weit nach rechts drehen.  - Irgendwo im Keller, mitten in Berlin sitzt ein kleiner Junge und wartet auf Benzin - was soll der Scheiß ? Auch die darauf folgenden Sätze ergeben keinen Sinn. Geil hört es sich trotzdem an. - Da spieln die Männer mit Papier und Frauen schrein am Strand - Nein, Herr Mitteregger muss da schon was besonderes geschluckt haben, als ihm das einfiel. Ich errinnere noch, dass ich dieses "Herzlichen Glückwunsch” gleich nochmal laufen lies, bevor ich mir die restliche Platte reinzog.

Danach “Augen zu”, eingeleitet mit dem Sequenzer gedudel, natürlich hochgradig elektrisch. Irgend wann in dem Strom der Worte, den Satz kann man es fast nicht nennen die Frage: Nehm ich lieber einen Downer oder lieber ein Bier, Long Run von den Eagles, oder knutsche mit Dir ? Hat dann den Nebensitzer in der Schule bewogen sich auch mal ne Platte von den Eagles zu kaufen und begeistert zu sein.

“Tag für Tag” arbeitet doch sehr mit A/B – Stereo, klingt auch am ehestes nach NDW, hat es bestimmt auch unter die Top 100 einer Hitparade geschafft um danach um dann von knackigen “Das Blech” gefolgt zu werden.

Das Blech verlangt dann nochmals eine Torsion im Uhrzeigersinn am Volume Knopf. Herwig Mitteregger hat sichtlich oder besser hörbar Spass an seinen Pads, an seinem elektronischen Schlagzeug. “Da fliegt mir doch das Blech weg” gefolgt von weiterhin wirren Sätzen, einem elektronischen Drum Solo, das man oder ich bis dahin noch nie auf einer Studio LP gehört hatte.

Anschließend, meine ich eine Geschichte zu erkennen, bei “Wohin Wohin ?”  geht’s da um 2 Kumpels, die 2 Autos überführen “quer durch Algerien”, für mich zur damaligen Zeit irrelevant, hatte grad den Führerschein und lang nicht diese Abenteuerlust oder nicht den Mut die Abenteuerlust zu leben.

es klingt abwertend, “B-Seite”, die Technologie der Schallplatte ist so ausgelegt, dass man beide Seiten abspielen kann, wenn man die Platte umdreht. Jetzt aber zu glauben, die B-Seite dieses Kunstwerks wäre minderwertig, sozusagen nur noch Füller ist ein Irrtum. “Es ist soweit” – die toten Tage dauern immer viel zu lang

“Herr Kennedy” – wir wissen nicht mehr weiter, wir haben den Krieg verloren – langsamer, Sprechgesang fast gerappt unterscheidet sich dann doch dadurch ein bisschen von den anderen Stücken.

So und dann wird’s langsam Endzeitmäßig, “die Mauer”, ganz leichte Erinnerungen an Deja Vu  - im fünften Stock am Baugerüst da hängt unser super Kran, einer ist der Chef bei uns, der darf den Kran auch fahrn.

Alles in Allem klingt die B-Seite für mich deutlich düsterer, abgedrehter, mit dem auf “die Mauer” anschließenden “S.O.S.” wird’s noch mal kurz tanz- und mitklatschbar, jedenfalls was man sich in den 80ern darunter vorgestellt hat.

Und ganz, ganz zum hier wirklich genialen Schluss das Beste, das, wenn ich richtig überlege beste Stück 1982:

Glaspalast

Wieder endzeitlich, fast bedrohlich, ja das Intro könnt auch gut in einem Psychothriller Verwendung finden. Angestrengte aber fast gehauchte Worte, getragen, verzweifelt, schon in den ersten Worten – jetzt sind die Tage endlich und ich bin viel allein - Langsam wird der Bass noch bedrohlicher 

- hunderttausend Männer ziehen bald wieder los, suchen jeden Tag ne neue Schlacht -

General lacht leise, Du jetzt hol ich dich -

dann nach einem kurzen Trommelwirbel:

- am Tag war ich Dein Killer mit Geld vom Glaspalast, Manche fallen auf die Knie, ich hab sie tot gemach -

- einmal wollt ich leben und wusste nicht mehr wie -

und wieder A/B Stereo

Donnerstag, 17. Februar 2011

traurig

Heute war die Beerdigung der Krankengymnastin der Terrortochter. Geschockt waren wir schon vor 3 Wochen, als wir erfuhren, dass sie auf der Intensivstation liegt. Dann erfahren, dass heute noch die Beerdigung ist. Es macht nun mal einen Unterschied, ob es zu einem Todesfall ein Gesicht, eine Geschichte gibt. Es macht einen um so trauriger je mehr Details man erfährt. Die Mädels waren auf dem Friedhof, es sei eine bewegende Trauerfeier gewesen.
Mit dem Tod eines Menschen verliert man Vieles aber niemals die mit ihm verbrachte Zeit

von äh zu

Jetzt mal ehrlich. Dieser Karl Theodor von äh zu  G. Polit Pop Ikone erster Güte. Karl Theodor hier, Karl Theodor da, man konnte drauf warten bis ihm die Alte aus der Uckermark ein Bein stellt. Und da muß man ja nicht glauben,dass dieser Karle selber hin gestanden ist und darauf hingewiesen hat, dass ihm bei seiner Doktorarbeit ein paar Fehler bei dem einen oder anderen Zitat unterlaufe sind. Nein, da wird die gute Angela schon mal ein Dossier angelegt haben. Sei es wie es will, vermutlich werden wir jetzt eines der wenigen Länder sein, das eine Verteidigungsministerin bekommt. Dies aber nur so am Rande.
Was ich mir nicht erklären konnte und kann ist: Wieso wurde der Kerl so populär, wieso hat sich da auch die Bunte oder das goldene Blatt so reingehängt ? Kann mir einer sagen, was der Karle zu G. so Alles gebacken bekommen hat ? Als damals noch Wirtschaftsminister die Opel Rettung abgelehnt und dann doch mit gemacht. Vielleicht wurde er ja auch von der Alten mit Absicht zum Verteidigungsminister berufen, wohl wissend dass dieser Job die beste Chance für ein frühzeitiges Ausscheiden bietet. Er hats gemacht, aber: Ohne Not zuerst Oberst Kleins Allmachtsphantasie gedeckt, dann doch zwei Bauern geopfert. Sich selbst, die Gattin und Johannes B. unsäglich Kerner zu Hauptdarstellern im Radio Kunduz gemacht. Ja, die Wehrpflicht abgeschafft, - aus eigenen Stücken oder hätte das sogar unser damaliger Rudi S(charping) hin bekommen wenn ihn Angela und Wolfgang Rolli Schäuble nur lang genug angeschaut hätten.

Mittwoch, 16. Februar 2011

akurat

2011-02-16 023

aus dem polnischen übrigens, bedeutet soviel wie: “peinlich genau, exakt, ordentlich”.  Schon seit einiger Zeit faszinieren mich die “Schdiggle” Schrebergärten, Gärtle oder wie man sie auch nennen mag. Heute, an einem durchwachsenen Februartag vormittags in Stetten im Remstal. Nur wenige sind auf ihrem Schdiggle, die die anscheindend anwesend sind sind fast unsichtbar. Kein Rasenmäher, wozu auch ? Wichtig jedoch, der Stern ist immer dabei. Und bevor wir uns mit irgend welchen Früchten, Beeren oder Gemüse rumschlagen legen wir lieber ein paar Platten in’s Gras, damit sich das heilige Blechle wohl fühlt.

2011-02-16 026Keine wild zusammengezimmerte Hütten, nein man will und hat etwas Rechtes und wenn man dafür die Hütte eingerüsten muss auch gut.

 

 

 

2011-02-16 019

Noch ein kleiner Misthaufen am gerupften Baum

Dienstag, 15. Februar 2011

über

@ThingfulNeeds Kurt Frock

"Zieh' Dir was über, bevor Du rausgehst!" "Ich zieh' Dir was über, bevor ich geh'..."

Sonntag, 13. Februar 2011

weiter

und am Tag danach festgestellt, dass sich die Welt noch weiter dreht, obwohl Gottschalk mit Wetten dass aufhören will.

Dienstag, 8. Februar 2011

Montag, 7. Februar 2011

blockiert

Auf der einen Seite denken, dass man sich nicht so hängen lassen kann. Dieses komische Pflichtgefühl. Auf der anderen Seite einfach den Arsch nicht hoch bekommen. Hoffe mal, dass es mit besserem Wetter und den kommenden Urlaubstagen besser wird.

Sonntag, 6. Februar 2011

Sonntag Morgen

2011-02-06 007

Einfach mal das Auto beim Hallenbad in Waiblingen abgestellt. Nachdem der Tag weit wärmer als die Tage zuvor war, war es eine gute Entscheidung, die Goretex Schuhe anzuziehen. Gleich auf der linken Seite kommt das Kneipp Becken. Der Teich daneben ist noch gefroren.

 

 

2011-02-06 0112011-02-06 015Matschig schlängelt sich der Weg zur Rems. Im Augenblick ziehen noch Hunde ihre Herrchen über die Wiese.

 

2011-02-06 0572011-02-06 076  Tage zuvor war die Rems über ihrem Ufer. Plastikfetzen hängen noch an den Bäumen und im Gestrüpp um den Fluß. Sand ist ufernah auf den Wiesen. Dann aber auch wieder die beiden Kirchen, prakisch in direkter Nachbarschaft. Links ist Gottesdienst, Bussines as usual. Drüben stehen die stolzen griechischen Eltern mit ihrem Täufling im Arm. Noch kurz ein Foto gemacht, dann trifft man sich zum feiern anderswo.

 2011-02-06 0782011-02-06 0822011-02-06 139 (2)2011-02-06 0802011-02-06 0902011-02-06 0972011-02-06 0912011-02-06 1012011-02-06 1062011-02-06 1072011-02-06 1112011-02-06 113

2011-02-06 1142011-02-06 1182011-02-06 1192011-02-06 1402011-02-06 144

Dienstag, 25. Januar 2011

soll

…und sie geben sich oft das Prädikat des “Qualitätsjournalismus”  …und sie springen auf den Zug sind auf Twitter und Facebook vertreten …und oft kann ich den Unterschied zur Bild Zeitung beim besten Willen nicht erkennen. Nur ein Tweet von heute:

@SPIEGEL_Top SPIEGEL ONLINE Top

Skandalschiff "Gorch Fock": Besatzung soll Alkohol-Exzesse gefeiert haben http://bit.ly/fXLWic

und dieses wunderbar unverbindliche soll, man muss keine Verantwortung für sein Vermutung abgeben, muss keine Beweise liefern. Und gleich mal einen reisserischen Begriff geschaffen: Skandalschiff. Und Skandal, Skandal und sowas von überrascht: bei der Marine gibt’s Alkohol-Exzesse, das hab ich ja noch nie gehört, dort also auch ????

…achso, die Kollegen von der Konkurenz ziehen es so auf:

 

@FOCUSlive FOCUS Online

Von wegen "schwimmender Puff": Die Gleichstellungsbeauftragte der Bundeswehr sieht die angeblichen Vorkommnisse auf der "Gorch Fock" skepti

und hier natürlich der wie sagt man neudeutsch ? Eyecatcher: “schwimmender Puff”, im Kontext natürlich gleich wieder eingeschränkt aber das macht sich doch schön plakativ

schwimmender Puff

schön

und gleich auch wieder zurückgenommen: angebliche Vorkommnisse – es lebe die Unverbindlichkeit – was jetzt, ich dachte immer “Fakten, Fakten, Fakten” was haben da “angebliche Vorkommnisse” verloren

hat heute Keiner mehr den Arsch in der Hose um was verbindlich auszusagen ?????????

Montag, 24. Januar 2011

einfach mal die Fresse halten

Ich war deplaziert. Ich war zu alt. Ich konnte mit der Musik nicht wirklich etwas anfangen. Die Terrortochter hat mich trotzdem mit zu “Good Charlotte” ins LKA mitgenommen. Ausverkauft übrigens. Für Sie war’s Teil des Weihnachtsgeschenks.  Jetzt ist’s nicht so, dass ich dann völlig angepisst in der Ecke rum stehe, vielmehr versuche ich typisch schwäbisch etwas aus der Situation zu machen.

Ein Band T-Shirt und ein Cola besorgt. Entspannt an den Tresen des Merchandise Stands gelehnt.  Dann geht’s aber oft schon los. Irgend welche Hühner oder Typen stürmen aufeinander zu, liegen sich in den Armen und ab diesem Zeitpunkt fängt eines der Hühner, vermutlich das Oberhuhn an die Anderen vollzutexten. Zwei, Drei Stunden ist dieses Huhn immer noch am texten, es hat natürlich lässig den Lärm der Vorgruppe beziehungsweise des Hauptakt,s übertönt und kann natürlich nicht mal die halbe Minute, wenn der Sänger irgend eine Ansage macht die Fresse halten. Hier wünscht man sich eine Twitter/SMS ähnliche Silbenbegrenzung auf 140 Silben – und das möglichst für den ganzen Tag.

Sonntag, 23. Januar 2011

neu

2011-01-23 069

Ja, ja, ja. Ich muss mich ja auch über Alles und Jeden aufregen. “Ihnen würde ein bisschen mehr Gelassenheit gut tun. Werden sie gelassener”, diese gut gemeinte Ratschläge erhalte ich immer wieder. Es geht aber nicht. Es geht schon zweimal nicht, wenn ich an einem Laden vorbei laufe, der nur Produkte vorhält, die fast ausschließlich von einer von mir ungeliebten Personengruppe gekauft werden. Weiterhin ist es so, dass mich dieses Neusprech einfach ankotzt. Natürlich sagt mir der gesunde Menschenverstand sowie mein Intellekt, dass es sich bei Daypacks um die abgebildeten (kleinen) Rucksäcken handelt, ich würd die so auch nennen.

Samstag, 22. Januar 2011

Revoluzzer

Insomnia, ich weiß schon gar nicht mehr die Wievielte, wird doch chronisch. Jedenfalls heute schon wieder diese Schlaflosigkeit. Nicht dieses frisch und fit sein, nein fast schon Schmerzen empfinden, wenn man jetzt noch eine Minute länger im Bett liegen bleibt. Schnell noch einen Kaffee, dann den Foto geschnappt, ab nach Stuttgart. Mein derzeitiger Lieblingsplatz ist der Pariser Platz, parallel zum Hauptbahnhof Richtung Nordbahnhof. Um diese Zeit noch total entvölkert, nur auf der Baustelle der Stadtbibliothek herrscht betrieb. Ein paar Dämmerungsfotos geschossen, den Marmor, Granit, Stahl und Glas betrachtet. Mir gefallen die Farben vor allem morgens, Alles wirkt so kühl. Vorne Richtung Hauptbahnhof als einziger Kontrapunkt der gelbe Steg. Heute mal wieder geschlossen.

Vor Richtung abgerissenem Nordflügel, kommt mir ein Rentner entgegen. Ein Rentner wie ich sie schon tausendfach gesehen haben, dunkle Hose, dunkler Mantel und wie es sich für einen Rentner um den Stuttgarter Hauptbahnhof rum gehört, mit dem oben bleiben Button am Revers. Ein “Guten Morgen” im Vorbeilaufen. Die Straßenbeleuchtung wird abgesschalten, zwischen Dämmerung und Tag herrscht jetzt ein doofes Licht, mache mich auf den Heimweg.

Als ich um die Ecke biege wieder der Rentner von vorhin. Auf den Zehenspitzen gestreckt stehend, fast einsachzig groß klebt er einen S21 Bäbber an einen Laternenmast. Viva la Revoluzzion !

 

Bilder davon hier

Samstag, 15. Januar 2011

Talaue

Seit 3 Tagen liegt das neue (gebrauchte) Weitwinkel Objektiv Zuhause.  Dank Ebay zu einem Preis, der zwar immer noch fast meinen Etat sprengt, auf der anderen Seite doch auch deutlich günstiger als der Neupreis war. Jetzt geht es mir aber wie Vielen in so einer Situation. Wenn man etwas Neues hat, möchte man es auch ausprobieren. Heute am Samstag konnte ich dann nicht länger warten. Bin nach Waiblingen und dort nochmal bei den Talauen zu knipsen. Teile der Wiese waren noch überschwemmt; haben dafür aber schön den Morgenhimmel gespiegelt.
Bilder gibt's hier

Dienstag, 11. Januar 2011

Schlagzeile

Moderne heutige Menschen würden natürlich auch Headline sagen. Wie man’s nennt ist aber gar nicht so wichtig. Beschämend für die ganze Presse und Medien ist aber schon, welche Schlagzeile, welche Headline heute vorherrscht, was das wichtigste ist.

Richtig, seit heute wissen wir wer für den Verblödungssender in das Dschungelcamp geht.

Unsere Sorgen wollt ich manchmal schon haben

Mittwoch, 5. Januar 2011

Prophezeiung 1.0

Und wenn man dann lange genug auf das alte Jahr zurück geblickt hat, ergibt sich die spannende Fragen, was kommt ? Wenn ich mich erinnere wurde schon im Frühjahr 2010 in den Medien berichtet, dass unsere Strassen aufgrund von Witterungseinflüssen und der häufigen Nutzung schwer beschädigt sind. Heute ist,s ein Thema bei Spiegel – Online und Stern – Online. Ja die A7 bei Hannover musste schon wegen den Reparaturarbeiten einen ganzen Tag gesperrt werden. Außerdem fehlt dem Bund und den Ländern natürlich die Kohle um das richtig machen zu lassen. Kein Wort darüber, dass die LKW Maut 2010 nochmal erhöht wurde, dass wir Treibstoffsteuer und KFZ – Steuer bezahlen.

Somit sage ich jetzt mal für 2011 voraus:

Die Autofahrer bekommen eine Sonderbelastung zur Behebung der Frostschäden

Dienstag, 4. Januar 2011

begeistert

 

2011-01-04 106Nach wie vor bin ich begeistert, muss mich immer wieder beglückwünschen, dass ich im Oktober letzten Jahres den Entschluss gefasst hatte mir dies GORETEX Wanderschuhe zu kaufen. Immer noch schön wasserdicht, mit einer Einlegesohle auch warm genug im Winter. Daumen hoch.

Ach so, die Ergebnisse heute gibt’s hier

Sonntag, 2. Januar 2011

Mysterium

Unter den vielen Dingen die man im Alter nur schwer begreift ist unter anderem auch das Internet. Und während sich die Tochter traumwandlerisch in den weltweiten Gemeinschaften herumtreibt frag ich mich immer noch, woher die Absender der mir vielfach zugesandten Mails von meinen Übergewicht und Potenzproblemen wissen

Samstag, 1. Januar 2011

Rücksicht

Und dann stell ich fest, dass das vergangene Jahr in einer fast schon selbst erfüllenden Prophezeiung  genau so schlecht verlaufen ist, wie ich es gefürchtet hatte. Privat mehr Probleme, als ich mir ausdenken konnte. Beruflich mehr Frustration und Kampf als ich je erlebt hatte.  Und auch 3 (in Worten: Drei) mal geblitzt worden, 3 mal Bußgeld bezahlt, einen Punkt kassiert. Nicht im Urlaub gewesen, keinen Abstand gewinnen können. Zu lange überlegen müssen um ein persönliches Highlight 2010 zu finden. Weiß irgend Jemand wie lange so eine Midlife-Crisis anhält ? Mein Bedarf daran wäre gedeckt.

Und auch wie für den Jahreswechsel vor einem Jahr muss jetzt aber gelten:

2010 abhaken, vergessen. Versuchen das Beste aus 2011 zu machen

Ein gutes, neues Jahr wünsche ich uns allen

Freitag, 31. Dezember 2010

Was bleibt ?–Bleibt Was ?

Jetzt 11 Jahre, nachdem wir wieder aus unseren Bunkern raus gekommen sind, nachdem wir festgestellt haben dass uns der Millenium Bug nicht in totales Chaos gestürzt, nicht umgebracht hat. Jetzt da die Experten die sich damals nicht den wirtschaftlichen Erfolg der Dotcom Firmen erklären konnten und dafür heute nicht wissen wie es zum Crash kommen konnte; jetzt, da wir auf der Achse des Guten erfahren mussten, dass Andere genauso rücksichtslos und gewaltbereit agieren, wie wir Freiheitsverteidiger. Jetzt, da wir seit dem großen Anschlag in Amerika eine fast schon jährlich Steigerung der Gewalt erleben. Jetzt, da unsere Bundeswehr Soldatinnen und Soldaten im Ausland töteten und getötet werden. Jetzt, da wir in fast ganz Westeuropa eine einheitliche Währung haben und schon wieder überlegen diese los zu werden, davon weg zu kommen ohne, dass es uns das Genick bricht.

Was bleibt ? Bleibt Was ?

Was werde ich 2020 über den Jahreswechsel 2010/2011 denken ?

2010 Spass des Jahres

Eindeutiger Sieger meines Spasses des Jahres: Pro Stuttgart 21 twittern, Leserbriefe schreiben, durch Foren trollen. Nix ist spassiger, nirgends hatte ich mehr Resonanz erfahren, nie gab es mehr Beschimpfungen, Beleidigungen sowie Morddrohungen. Viele von den S21 Gegnern sind fast schon missionarisch oder auf Kreuzzug. Sei es wie es ist. Ich hatte meinen Spass.

Verarsche 2010

Mehr Netto vom Brutto

Montag, 20. Dezember 2010

Wunder

Tja, es ist ja gerade die Zeit der Wunder. Hier geht’s aber um Anderes. Manchmal wundere ich mich. So heimlich ist aufgekommen, dass Steffan – mein Bild sollte eigentlich das Logo des Lukullus, der Metzgerzeitung sein – also das Steffan da mal wieder was im Hintergrund, so einfach mal an seiner Fraktion und dem Baden-Württembergischen Parlament vorbei eingefädelt hat.

Steffan möchte die ENBW die Energie Baden Württemberg zurückkaufen. Oder natürlich wenigstens eine 50 plus eine Stimme Mehrheit an der ENBW haben.  Jetzt ist’s natürlich so, dass viele sagen “Richtig so, das muss so sein, seht wohin uns der Verkauf der Wasserwerke geführt hat, Richtig so, endlich einer der mal was anpackt”. Es scheint ja so zu sein, dass sich somit auch alle Argumente, die damals zum Verkauf der ENBW an den französischen Konzern ins Gegenteil umkehren und auch der Rückkauf ein ebenso zwingender Schritt, wie damals der Verkauf war. Egal, ich weiß es auch nicht besser. Aber da bin ich dann auch gleich wieder am wundern. Ja ich wundere mich dann schon, dass der geplante Kauf von dem Bankhaus Stanley-Morgan abgewickelt werden soll. Jetzt ist es natürlich nicht so, dass so ein Bankhaus so ein Geschäft, und da sprechen wir durchaus von 5-6 Milliarden so einfach aus menschenfreundlichkeit macht. Eher ist es doch so, so stelle ich mir das jedenfalls vor, dass die beteiligte Bank schon auch ein bisschen Provision für ihre Bemühungen erhält. Wenn ich jetzt Milchmädchen mäßig von 1 Prozent des Finanzierungswertes ausgehe macht das 60 Millionen für den Deal.

Auf der anderen Seite ist es natürlich nicht so, dass das Land Baden-Württemberg nicht eine eigene Landesbank besäße, die bestimmt auch in der Lage wäre einem so sicheren Gläubiger wie dem Land Baden – Württemberg die Finanzierung eines solchen Projekts zu ermöglichen. Und auch die Landesbank, die schon die eine oder andere Gefälligkeit für befreundete schwarze Regierungen erledigt hat (Sachsen LB ! Übernahme) würde sich bestimmt freuen, wenn sie so ein paar Milliönchen Gewinn durch so ein Geschäft machen könnten.

ACHTUNG ab hier ALLES Spekulation !

Auf der anderen Seite:  Es könnte ja auch sein, das der Mappus Kumpel bei Morgan-Stanley das Geld gerne für sich einsackt, sich vielleicht einen netten neuen kleinen Flieger dafür kauft, den dann ein Ministerpräsident nach belieben frei nutzen kann ?

Ein Geschmäckle bleibt

Samstag, 18. Dezember 2010

Gleitsichtwochen 2.0

ja, jetzt hab ich sie. 10 Tage nach dem Besuch beim Optiker meines Vertrauens gab’s dann Freitags den von der Fachkraft versprochenen automatischen Automaten Anruf. Nachdem die Gattin ob der Automatenansage schon fast auflegen wollte, hat sie noch mit einem halben Ohr verstanden, dass es wohl die Optikerkette ist, die da anrufen lässt.  Und weitere 10 Tage später habe ich mich dann auch getraut, die “Zweistärken Brille abzuholen”. Gut genauer gesagt, müsste es ja “Vierstärken Brille” heißen, hab ich doch jetzt pro Auge 2 verschiedene Sehstärken. Über solche Ungenauigkeiten kann man aber lässig darüber weg sehen, wenn nur meine Sehschärfe wieder über der eines Blinden liegen würde.

Auch diesmal wurde ich freundlich Empfangen. Die Fachverkäuferin, die mir vor knapp 3 Wochen das ihrer Meinung minderwertige Produkt, gegen ihren Willen aber auf meinen ausdrücklichen Wunsch verkauft hatte, schien mich nicht mehr zu kennen. Die liebe daneben stehende Kollegin übernahm den Part, mir das neue optische Meisterwerk anzupassen. Was für ein Unterschied. Nicht nur, dass die neue Sehhilfe im Vergleich zur Alten einfach klar und sauber war, nein der von mir erhoffte Effekt des auch auf Entfernungen jenseits meiner Armlänge zu sehen wurde voll und ganz erfüllt. Die nette Dame zeigte mir anhand einer klein geschriebenen Schriftprobe wie ich mit der neuen Brille lesen muss. Der Kopf muss der Schrift folgen, um in dem begrenzten Nahsichtfenster zu bleiben. Funktioniert bei mir hervorragend, eine Eingewöhnung hat es nicht gebraucht. Draussen wurde eine weitere Befürchtung zerstreut. Die nicht vorhandene Entspiegelung der Gläser stört mich jedenfalls nicht.

ich sag’s nicht

Mit manchen Dingen bin ich so gar nicht einverstanden, dass ich ihnen nicht auch noch eine Plattform, ein Podest, eine Bühne bieten möchte. Im Prekariat-TV hat sich eine Dame hochgestrampelt, die ihre Dummheit, ihre künstlichen Titten und ihr blondes Haar zum Programm macht, mit ihrem Ludwigshafener Dialekt, lässt sie sich gerne “die …” nennen. Nein ich sag’s nicht !

Ein nutzlos gewordener Bundesbänker nutzt sein Stammtischwissen um seine Blut- und Bodentheorien, gepaart mit ein bisschen Rassenwahn abzusondern. Ich mein sogar, dass er noch SPD Mitglied ist. Schrieb ein Buch und tingelt jetzt durch die Sender. Macht jetzt Kohle mit dem Stuss, eine Million Bücher hat er schon verkauft mit dem Titel… Nein ich sag’s nicht !

Die Gesellschaft für deutsche Sprache kürt oder bestimmt jährlich, das Wort und natürlich auch das Unwort des Jahres. Beim Wort des Jahres konnten die mich diesmal aber gut verblüffen. Gut ich bin nicht der Belesenste, bin nicht der Gebildetste was dieser elitäre Kreis der Sprachforscher dieses mal gefunden hat wundert mich schon. Ein Wort das ich bis zu seiner Veröffentlichung als Wort des Jahres 2010 noch gar nie gehört hatte. Egal, ich benutze es nicht und… Nein ich sag’s nicht !

Sonntag, 12. Dezember 2010

Trend

Positiver Trend 2010: Immer weniger Wiederholungstäter bei den Selbstmordattentätern !

2010 - Januar

Schnee, Schnee, Schnee. Es gab gleich zu Beginn des Jahres so wenig Nachrichten und so viel Schnee, dass die Behörden zu Hamsterkäufen rieten. Prompt gab es keine Hamster mehr. Wir haben uns mit Lebensmitteln ganz normal versorgt. Selbst wenn Schnee Tiefs Daisy heissen, leben wir hier glücklich in der Zivilisation. Nicht glücklich waren Mitte Januar die Haitianer, dort hat die Erde gebebt. Pech für die, dass es a) fast nur die getroffen hat, b) dass die daneben liegende Dominikanische Urlaubsrepublik keine Schäden davon trug. Der Welt wars somit schnell egal, ich meine die wursteln und sterben noch heute so vor sich hin.

Sonst so ? Stuttgarts Oberbürgermeister Schuster macht sich auf den Weg nach Nepal und Indien, Hagen Rether war in Ludwigsburg, Angela M. will in Afghanistan 700 km Straßen bauen lassen, doch ein Kind der Wiedervereinigung – die Mohnernte dort braucht natürlich auch ne vernünftige Infrastruktur, sonst werden die Märkte nie erreicht.

Günther Oettinger spricht öffentlich Englisch

Samstag, 11. Dezember 2010

2010 - sonst so

Musik

bestes Album des Jahres für mich natürlich: Eminem Recovery – tja kein übler Gangsta oder Mothafucka, wilder Man Rap sondern coole Pop Geschichte.

auch nicht schlecht: Fettes Brot mit Fettes und mit Brot. Natürlich könnte man sagen, die ziehen jetzt nochmal richtig Kohle, fast nichts Neues, das eine oder andere Lied in der Live Version eigentlich deutlich schlechter, als bisher schon gekannt. Nachdem man aber schon auf dem einen oder anderen Konzert war ist man da nicht mehr so kritisch.  Fettes Brot wollen ja ab 2011 ne Pause machen, ich fürchte, das wars dann schade.

unnötig:

Westernhagen braucht Kohle, bringt ein Album raus – Peinlich

PUR versuchens vor der Auflösung nochmal akustisch oder unplugged – Überflüssig

Take That verstehen sich wieder mit Herrn Williams, war nie meine Musik. – Sinnlos

2010 - Rücktritte

Es gibt keine Idole, keine Vorbilder mehr denke ich mir hin und wieder.

Horst

Horst; Horst Köhler dachte ich mir, Horst legt mit Tränen in den Augen und der Stimme sein Amt als Bundespräsident nieder. Mit der Kritik der Presse an seinen Äusserungen zu einem Bundewehreinsatz um die wirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik zu schützen sei das Ansehen des Bundespräsidenten geschädigt worden. Er sei dünnhäutig. Er hatte Bauchweh, als er das Luftsicherheitsgesetz, das den Abschuss von zivilen Flugzeugen zur Terrorabwehr regelt unterschrieb. Wie groß musste da das Bauchweh sein, seine Zustimmung zur Finanzhilfe für Griechenland zu geben; er als ehemaliger Bundesbänker wollte das doch unbedingt verhindern, kann Dies aber öffentlich nicht äussern, da die Probleme sonst noch größer werden. Schön wär’s gewesen, wenn er dies wenigstens als Rücktrittsgrund angegeben hätte.

Ole

Ole von Beust, Hamburger Bürgermeister. Tritt zurück, noch bevor das Ergebnis, der Volksbefragung zur Hamburger Schulreform bekannt ist. War bekannt und beliebt für seine Geradlinigkeit, ließ sich von Rechtsaußen Schill nicht erpressen. Hatte öffentlich wirksam viel für Hamburg erreicht. Tritt aber auch genau 2 Monate nach seinem 55 sten Geburtstag zurück, erstaunlicherweise ist 55 die Grenze ab der er eine sofortige Senatoren-Pension von ca. 9000 €/Monat erhält. Da ist man gerne amtsmüde, ein Gschmäckle bleibt.

Margot

Margot Käßmann, Bischöfin und Ratsvorsitzende des EKD bis Februar 2009, lebt, arbeitet und handelt bis jetzt immer sehr konsequent und öffentlich. Von der Scheidung über die Brustkrebserkrankung und dann halt im Februar die Autofahrt unter Alkohol. Alles wurde von ihr öffentlich. Geradlinig und aufrecht trat sie zurück, kein abwiegeln, kein festklammern an Pfründen an Ämtern. Der einzige respektvolle Rücktritt 2010 – !!! BRAVO !!!

Walter

Walter Mixa, Erzbischof von Augsburg, darf  Zölibat bedingt weder an seinen, noch viel schlimmer an den Geschlechtsteilen Anderer rumspielen. Schon gar nicht an den Geschlechtsteilen Schutzbefohlener und Minderjähriger. Schlagen und treten sowieso nicht. Wurde im Mai selbst zurückgetreten. Wenn er jetzt schön schweigt, können wenigstens Die, Die ihn in ein so hohes Amt kommen lassen, und vermutlich von der einen oder anderen Verfehlung geahnt haben aufatmen. – !!! UNWÜRDIG !!!

Adolf

Adolf Sauerland.  Oberbürgermeister von Duisburg. Davor Lehrer. Nach dem Loveparade Unglück in Duisburg im Gespräch und in der Kritik. Nur nicht mehr so oft öffentlich aufzutreten, auf seiner Homepage auszudrücken und warten, warten auf einen Untersuchungsbericht oder einfach nur warten ob Gras über die Sache wächst reicht nicht. Unabhängig von einer Schuld oder Teilschuld an diesem großen Desaster wäre es schön gewesen, wenn sich wenigstens einer hinstellt und wenn schon nicht eine Schuld, dann wenigstens eine Verantwortung dafür übernimmt. Eine Verantwortung in Form von “Wir haben dafür geworben, wir haben es mit veranstaltet, wir hätten uns im Falle eines Erfolgs darin gesonnt, wir sind verantwortlich”

Leider noch immer nicht zurückgetreten.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

alternativlos

Eine Nacht mit Charlotte “Feuchtgebiete” Roche, wenn Bundespräsident Christian Wulff den Atomvertrag nicht unterzeichnet.

Da war die Unterschrift alternativlos

Montag, 6. Dezember 2010

Perso

Die Terrortochter benötigte pünktlich zu ihrem sechzehnten Geburtstag einen Personalausweis. Als sie jetzt im September ihren Geldbeutel mit allen Papieren verlor, war auch der Personalausweis weg. Schnell musste Ersatz beschafft werden, der Perso musste beantragt sein, bevor der neue maschinenlesbare Ausweis Pflicht wurde. Der Papa mußte lächeln, wie wichtig es den jungen Menschen ist, sich zu legitimieren. Und die Tochter durfte auf ihrem Bild noch lächeln, kein biometrisches Griesgram Gesicht. Bei den Behördengängen begleitete ich die Tochter, wartete und lächelte.

Heute schreibt mir die Stadt Fellbach. Mein Personalausweis verliert demnächst seine Gültigkeit. Ich soll mich um einen neuen kümmern, natürlich maschinenlesbar, natürlich mit grinsefreiem biometrischen Bild, natürlich für 28,—€. Fuck !!!!!!!!!!! Vor 2 Monaten hätt ich mir doch auch nochmal einen machen lassen können.

Samstag, 4. Dezember 2010

halbe Stunde

Natürlich mach ich mir viel von meinem Streß auch selbst. Und in unserer Gesellschaft ist es ja auch toll Streß zu haben, das adelt ja richtig. Sei es wie es will, Sonne, Schnee, Kälte und ich hab mir die Wanderschuhe angezogen, den Foto geschnappt und ne halbe Stunde Zeit gefunden. Raus aufs Feld, die verschneiten Zweige und Büsche im Gegenlicht, Grünzeug eingeschneit auf dem Feld. Über den Zaun gelinst, die Gärtla voller Schnee, vor 2 Monaten hab ich doch hier noch die Rosen am rostigen Zaun geknipst davon ist noch eine übrig. Sowieso die Stickla, die alten Badewanne als Wasserbehälter, das Faß um Abfälle zu verbrennen, Kompost, fünf sechs vergessene Äpfel noch im Baum 2 Designer Klappstühle verrotten im Schnee. Eine Meise im Baum, hab kein Zoom dabei, wäre eh zu langsam. Auf dem Feldweg meine verschneiten Schuhe fotografiert, zurück zum Auto. Mir gibt das was.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Lebensdauer

 

IMG_8751Der Vorteil einer Energiesparlampe ist ja die ca. 10-Fach längere Lebensdauer gegenüber herkömmlichen Glühlampen. Sollte mal so über den Daumen bedeuten: 10.000 zu 1000 Stunden. Dass über diesen Zeitraum auch nur ein Viertel der Energie verbraucht wird ist natürlich ein weiterer netter Vorteil.

Wenn wir jetzt kurz die Rechnung der beiden Lampen Mitte und Rechts im Bild machen: 10.000 / 24 =416 Tage, die 24 Stunden sind hier durchaus realistisch angesetzt, da sich diese beiden Birnen in unserm Licht im Bad befanden, dort rund um die Uhr liefen, da bei diesem Stromverbrauch uns die Kosten egal waren. Ausserdem hätte es auch immer ein bisschen gedauert bis die Lampe die volle Helligkeit erreicht. Weniges an und aus schalten erhöht ja die Lebensdauer ungemein. Blöd blos, dass ich die Lampen Anfang Februar diesen Jahres eingesetzt habe, also vor ca. 300 Tagen – hab wohl ein paar Montagsexemplare erwischt – oder ???

Wieso hab ich immer den Eindruck verarscht zu werden ?

Sonntag, 28. November 2010

Bullet for my Vallentine

Manchmal ist’s einfach notwendig. Oft entsteht es aus einer Spinnerei, die zu diesem Augenblick gar nicht die Chance zur Realisierung hat. Aus dem Dialog mit der Terrortochter im Frühjahr diesen Jahres, dass Bullet wieder auf Tour sind und der Aussage, “dass man da auch mal wieder hin könnte” werden dann mal um Ostern rum Karten bestellt und die ganze Chose wird vergessen. So mussten wir  jetzt am letzten Samstag im November mal wieder auf ein Konzert in die Arena in Ludwigsburg.

Bevor Ihr aber jetzt denkt, der  geht Mainstream, das ist doch schon wieder so Mädlesmusik, das ist gar kein Metall, das ist Kommerz pur, alles Mumpitz, der hat ein Problem. Hört Euch so was einfach mal an. Natürlich hört Ihr so was nicht im Radio, natürlich kennt Ihr so was nicht, Ihr habt halt nur die “alten” Namen im Kopf, von Black Sabbath über Motorhead bis Metallica. Bleibt doch nicht auf der Stufe stehen, tatsächlich geht’s auch musiktechnisch weiter.

Und wie im November 2008 schneit es wieder, ist Schweine kalt. Diesmal müssen wir aber nur nach Ludwigsburg und nicht nach München, andererseits ist meine Motivationskurve noch mehr im Keller als sonst. Positiv für mich als Schwabe, dass ich in der Nähe kostenlos parken konnte und wir schon 10 Minuten später in der Halle waren. Freie Platzwahl, die Tribünen wurden als Stehplätze genutzt. Die Klappsitze dort lassen sich aber mit einem Touranschlüssel entriegeln, so hatten die Terrortochter und ich gleich die besten Sitzplätze von Allen. Ein paar freundlichen Konzertbesuchern konnte man in Sachen Klappsitz dann noch helfen. – Schon brutal, wenn ich auf so einem Konzert pausenlos gesiezt werde. Bin ich wirklich schon so alt ???

2 Vorgruppen, auf den Karten war nur von “Funeral for a friend” die Rede, egal, ändern kann ich’s nicht, der Zeitrahmen wird nochmal im Kopf überschlagen: 1. Vorgruppe 20.00 – 20.30, 15 Min Umbaupause, Funeral 20.50 – 21.30 klaro. Richtig los geht’s um Zehn. Noch ist die Hallenbeleuchtung an, Carl Orff wird benötigt, mal wieder aus der Carmina Burana. Zu dieser verlischt langsam die Hallenbeleuchtung, ein Lichtgewitter und mit “You Betrayal” eröffnen Bullet for my Valentine.  Die zum Schutz vor den Vorgruppen (neudeutsch: “Supports”) Ohropax raus genommen, guter Sound los geht’s.

Routiniert, allerdings auch fast schon mechanisch lieblos spielen Bullet exakt eine Stunde sowohl alte und neue Hits. Ein Dialog mit dem Publikum findet fast nicht statt, gestern München, heute Ludwigsburg morgen … wer will,s ihnen verdenken. Schließlich ist’s auch nur ein Job.  Um Elf dann alle Mann von der Bühne, das Volk 3 Minuten Zugabe rufen lassen noch Zehn Minuten gespielt, das war’s.  Eine schöne Alternative zu einem samstäglichen Fernsehen mit “Wetten Dass” oder “Turmspringen mit dem Metzger” war es auf jeden Fall.

Wer Bilder sehen will: