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Donnerstag, 22. Januar 2015

ob’s gut geht ?

Nach 28 Jahren und 9 Monaten werde ich meine bisherige Firma verlassen und bei einem anderen Arbeitgeber anfangen. Dass mir das genug Bauchweh bereitet, kann man sich vorstellen. Über die Beweggründe und Gedanken werde ich vielleicht nochmal an anderer Stelle bloggen.

Durch die Kündigung ergibt sich auch, dass ich a) jetzt im Frühjahr noch 9 Tage Resturlaub verballern muss, dann aber das restliche Jahr wegen Probezeit und so keinen Urlaub haben werde. Ich will diese 9 Tage nutzen, die Wohnung zu renovieren.

Wir haben nur ein Auto, wenn ich demnächst in einem anderen Ort arbeiten werde, werden wir 2 Autos brauchen.

Und dann stellt sich jetzt langsam die Frage, ob das gut geht ? - Eine Frage die ich mir selbstverständlich auch stelle, die mich umtreibt, wo ich aber hoffe, dass es von meiner Seite aus klappt aber...

...die Gattin. Veränderungen sind für meine Gattin mit ihrem instabilen Seelenleben das reinste Gift. Tapfer nimmt sie sich im direkten Gespräch mit mir zusammen und versucht nichts von ihren Ängsten und Sorgen ob dieser drei großen Umwälzungen in ihrem und meinem Leben anmerken zu lassen - alleine sie schafft es nicht.

In einer Phase, in der auch ich ein wenig Zuspruch gut gebrauchen könnte muss ich mir wieder große Sorgen machen, dass die Frau nicht wieder durchdreht, in eine Sucht, in die Psychiatrie oder aus dem Leben flüchtet.

Ich sorge mich, werde aber, wenn ich es jetzt, mit meinen 51 Jahren nicht angreife, nie wieder machen - will nicht jetzt schon resignieren

Sonntag, 10. November 2013

falscher Kanal

heute wird mir vom einen oder anderen ein #9Nov38 in die Timeline gereetweetet @9nov38 twittert die Kristallnacht Ereignisse von 1938 als würden sie aktuell geschehen.

Und ja, mein Vater war 1938 2 Jahre alt, 25 Jahre + 2 Monate später kam ich auf die Welt, ernsthaft ich habe mit dem Ereigniss ausser dass mir meine Eltern anerzogen und beigebracht haben, dass man keinerlei Menschen verfolgt und ausgrenzt, hab ich nichts mit am Hut. Ist so.

Wenn ich auf Twitter bin, lese ich von nicht vorhandenem Sex, Nutella, Einhörnern, Brüsten, Montags Mimimi und Penisen.  Es gibt Kalauer und Witze über und unterhalb der Gürtellinie und ein paar Geschlechterklischees. Das ganze Ding ist auf Spass ausgelegt.

Wir sind nicht in Ägypten, wir machen in Deutschland einfach keine Revolution und die letzte wirkliche Veränderung die wir durch die Straße hatte war die Wiedervereinigung.

Montag, 18. Oktober 2010

Schublade

Ich bin ein schlichter Mensch, mache mir selten die Mühe zu differenzieren, sehe Vieles in schwarz oder weiß. Jetzt am Samstag war Familie Cheatpatrol noch kurz in Stuttgart. Neuer Lesestoff für die Terrortochter und die Gattin musste besorgt werden. Wie so oft in letzter Zeit, just nach Ende der Demo gegen Stuttgart 21 war man / frau / terrortochter beim Buchhändler unseres Vertrauens, beim Wittwer am kleinen Schloßplatz.

Die Stätte des intellektuellen shoppens war geflutet von Restdemonstranten. Ausser Familie Cheatpatrol und den Verkäuferinnen hatte jede und jeder einen K21 oder “oben bleiben” Button am Kittel wie der Schwabe sagt. Wenn aber diese Restdemonstranten, diesen von der Presse bezeichneten Querschnitt durch die Schwäbische oder Stuttgarter Bevölkerung darstellen, dann gut Nacht am Sechse.

Interessant, wie uniform die Menschen in Ihrem Protest sind. Wie früher die Ökos ist der Baumwollpullover fast schon Pflicht, die Jack Wolfskin Jacke sowieso. Fast durch die Bank grauhaarige Typen und Tussis. Gerne auch mal bei einem unter dem Baumwollpullover eigentlich benötigten doppel D BH auf Diesen verzichten. Die Herren dieser Schöpfung, dann aber nicht unbedingt in der Kik – Jeans sondern was Rechts um die Beine. den Hemden oder Hemdkragen sieht man den arbeitstäglichen Gebrauch einer Krawatte an. Protest goes Etablishment. Bei den meisten merkt man, dass es in deren Leben ein Frühkindliches Trauma gab – und wenn es nur die Friedensdemo in Mutlangen war.

Nein, manchmal denke ich einfach, den Menschen geht es hier so gut, dass die sich tatsächlich noch Gedanken um das Wohlergehen des Juchtenkäfers machen können.

Donnerstag, 8. April 2010

Jahrbuch Sucht

Wir sind wieder Wer ! Es gibt Bereiche in unserem bundesdeutschen Leben, wo wir mit Stolz behaupten können wir nehmen weltweit eine Spitzenposition ein. Heute wurde das Jahrbuch Sucht veröffentlicht. Zugegeben, ich hab’s nicht gelesen bin aber über die veröffentlichten Zahlen nicht sonderlich schockiert.