Sonntag, 28. November 2010

Bullet for my Vallentine

Manchmal ist’s einfach notwendig. Oft entsteht es aus einer Spinnerei, die zu diesem Augenblick gar nicht die Chance zur Realisierung hat. Aus dem Dialog mit der Terrortochter im Frühjahr diesen Jahres, dass Bullet wieder auf Tour sind und der Aussage, “dass man da auch mal wieder hin könnte” werden dann mal um Ostern rum Karten bestellt und die ganze Chose wird vergessen. So mussten wir  jetzt am letzten Samstag im November mal wieder auf ein Konzert in die Arena in Ludwigsburg.

Bevor Ihr aber jetzt denkt, der  geht Mainstream, das ist doch schon wieder so Mädlesmusik, das ist gar kein Metall, das ist Kommerz pur, alles Mumpitz, der hat ein Problem. Hört Euch so was einfach mal an. Natürlich hört Ihr so was nicht im Radio, natürlich kennt Ihr so was nicht, Ihr habt halt nur die “alten” Namen im Kopf, von Black Sabbath über Motorhead bis Metallica. Bleibt doch nicht auf der Stufe stehen, tatsächlich geht’s auch musiktechnisch weiter.

Und wie im November 2008 schneit es wieder, ist Schweine kalt. Diesmal müssen wir aber nur nach Ludwigsburg und nicht nach München, andererseits ist meine Motivationskurve noch mehr im Keller als sonst. Positiv für mich als Schwabe, dass ich in der Nähe kostenlos parken konnte und wir schon 10 Minuten später in der Halle waren. Freie Platzwahl, die Tribünen wurden als Stehplätze genutzt. Die Klappsitze dort lassen sich aber mit einem Touranschlüssel entriegeln, so hatten die Terrortochter und ich gleich die besten Sitzplätze von Allen. Ein paar freundlichen Konzertbesuchern konnte man in Sachen Klappsitz dann noch helfen. – Schon brutal, wenn ich auf so einem Konzert pausenlos gesiezt werde. Bin ich wirklich schon so alt ???

2 Vorgruppen, auf den Karten war nur von “Funeral for a friend” die Rede, egal, ändern kann ich’s nicht, der Zeitrahmen wird nochmal im Kopf überschlagen: 1. Vorgruppe 20.00 – 20.30, 15 Min Umbaupause, Funeral 20.50 – 21.30 klaro. Richtig los geht’s um Zehn. Noch ist die Hallenbeleuchtung an, Carl Orff wird benötigt, mal wieder aus der Carmina Burana. Zu dieser verlischt langsam die Hallenbeleuchtung, ein Lichtgewitter und mit “You Betrayal” eröffnen Bullet for my Valentine.  Die zum Schutz vor den Vorgruppen (neudeutsch: “Supports”) Ohropax raus genommen, guter Sound los geht’s.

Routiniert, allerdings auch fast schon mechanisch lieblos spielen Bullet exakt eine Stunde sowohl alte und neue Hits. Ein Dialog mit dem Publikum findet fast nicht statt, gestern München, heute Ludwigsburg morgen … wer will,s ihnen verdenken. Schließlich ist’s auch nur ein Job.  Um Elf dann alle Mann von der Bühne, das Volk 3 Minuten Zugabe rufen lassen noch Zehn Minuten gespielt, das war’s.  Eine schöne Alternative zu einem samstäglichen Fernsehen mit “Wetten Dass” oder “Turmspringen mit dem Metzger” war es auf jeden Fall.

Wer Bilder sehen will:

Samstag, 27. November 2010

Erster Schnee

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Natürlich nicht der erste Schnee 2010, den gab’s von Januar bis April mehr als reichlich, nein der erste Schnee für die Saison 2010/2011. 2010-11-26 009Angekündigt vom Wetterbericht, über Nacht gekommen und von der Terrortochter mit Erstaunen bemerkt “Zieh ich mein Rolladen hoch, dann ist da Alles hell”.  Um den ersten Schnee zu knipsen, mal Richtung Felder gefahren, die Sonne macht die Wege schon frei, in den Apfelbäumen, Wiesen und Feldern hält sich der Schnee noch. Vereinzelt steht noch der mittlerweile vertrocknete Mais. Der soll vermutlich nur Silage oder Winterfutter sein. Lustig sieht’s trotzdem aus.

BesinnungswegLinks führt der Weg gerade auf einen Baum zu.  Eine Amsel entdeckt mich, versucht mich wegzulocken.  Umdrehen, den Weg kurz zurück, Richtung Waldrand geht’s zu meinem Kumpel, dem Gottsucher. Ich bin auf dem Fellbacher Besinnungsweg, hier gibt es verschiedene Stationen, unter anderem die Skulptur, der Gottsucher. Als ich den Gottsucher diesen Sommer zum ersten Mal entdeckt hatte, erinnerte er mich, leicht an die Gesichter, die man von den Statuen auf den Osterinseln kennt. GottsucherKöpfe, naive Gesichter, aus Stein gehauen blicken in die Landschaft.  Zwiespältig, dieser tolle Titel für die Skulptur - “Gottsucher”  - andererseits: in der groben Naivität, des in den Stein gehauenen Gesichts kann ich Nichts Suchendes entdecken. Der Mund, die Lippen zu groß, geöffnet, das sieht mehr nach Erstaunen als nach suchen aus. Die Nasen-, Stirnpartie unbearbeitet im Vollen stehen gelassen erinnern mich an einen historischen Kampfhelm mit Nasenschutz, dieser Bereich ist mir deutlich zu kriegerisch.  Die erhabenen mandelförmigen Augen scheinen keinen gemeinsamen Fokus zu haben, sind die nicht auf eine Art unruhig ? Über Kunst lässt sich streiten, ich freue mich darüber, dass der Gottsucher mich in seiner Art wenigstens zum intensiven Nachdenken anregt. Interessant, die Tafel neben der Skulptur, neben dem Künstler steht ein Bekenntnis, das mich so fasziniert:

Ich glaube an die Sonne, auch wenn Sie nicht scheint.

Ich glaube an Gott, auch wenn ich ihn nicht sehe.

(aus dem Warschauer Ghetto)

Wieso sucht er denn dann Gott, wenn er schon daran glaubt, obwohl er ihn doch nicht sieht ? Nein, faszinierend ist, das es Menschen gibt, die so fest im Glauben sind, dass für sie Gott so sicher wie die Sonne vorhanden ist, ohne der Notwendigkeit eines Beweises. Ich kann’s nicht, und der Gottsucher scheint damit auch seine Probleme zu haben.

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Die Bank ist heute wohl nicht zu gebrauchen, so weit ist der Weg auch nicht. Kurz vorm Waldrand fällt dann noch ein rotes Kunstwerk auf. Unter dem Motto Kind sein / Kreativität steht das Einflächenfalthaus.

“Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen”

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Wie haben Die den Baum durch die Löcher bekommen ? Tja, schön und nett sieht’s aus. Möchte jetzt auch nicht zu sehr drüber philosophieren. Zurück, viel Zeit hab ich nicht. Die Weide am Wassergräble, daran der Pilz. Die restlichen Äpfel unter den Bäumen schön im ersten Schnee

 

 

Mittwoch, 24. November 2010

Gleitsichtwochen

Die Augen, nicht nur, dass ich seit meinem 15. Lebensjahr eine Brille brauche um in die Ferne zu sehen, nein in der Zwischenzeit ist es leider auch so, dass langsam die Arme zu kurz werden, sprich ich sehe auch in der Nähe nicht richtig. Dass dies schon einige Zeit der Fall ist ist mir selbst schon bewußt, wie so oft fehlte es am nötigen Aufraff, um den Zustand zu ändern. Gut, dass ich im Fernsehen mitbekommen haben, dass eine große Optiker – Kette jetzt “Gleitsichtwochen” hat.

Hochwertige deutsche Gleitsicht-Markengläser nur 79,—€ * statt 314,—€ Hersteller-Listenpreis.

* Gleitsicht-Kunststoffgläser in den Glasstärken St HS sph. + 6,0 / -10,0 dpt; cyl. + 4,0 dpt; Add. 0,75 -3,50; Ø 65 / 70 mm. Preis pro Paar, gültig bis 31. 12. 2010 . Geld-zurück-Garantie gilt 6 Monate ab Kaufdatum.

Kombinierbar übrigens mit dem Altersrabatt, der mir dann auf ausgewählte Fassungen 47% Rabatt gewährt. Macht überschlägig im Kopf: ca. 80,—+ geschätzt: 20,—Fassung minus 10,— Rabatt, würde also  summa sumarum ungefähr 90,—Euro machen. Mit dieser Überlegung im Kopf bin ich dann heute losgetigert, zur Optikerkette meines Vertrauens.

Wir Schichtarbeiter haben ja den Vorteil, dass wir zu Zeiten Erledigungen machen können wo Ottonormal Bürger arbeitet. Ich also ins Herz des scharfen Sehens. Der Laden aufgeräumt freundlich hell. Hinten links im Eck nein nicht Brillen, sondern 2 Sehkraft Fachverkäuferinnen im Gespräch, das sie aber mit meinem Erscheinen einstellen, die jünger sofort mit einem freundlichen “Guten Morgen” auf mich zu stürmt. Auch von meiner Seite gab’s ein “Guten Morgen”, auf den fragenden Blick der Fachkraft gab’s meinerseits dann noch kurz und knapp ein Stichwort “Gleitsichtwochen”.

“Ja haben Sie schon eine Gleitsichtbrille ?”, diese Frage konnte ich reinen Gewissens verneinen, die Fachkräftinn bat mich darauf hin, mich zu setzen, damit sie mir eine Einführung in die Welt der Gleitsichtbrille am Computer geben kann. Schnell klicken wir uns durch drei Bilder auf denen jeweils der Hintergrund, das Zentrum, der Vordergund scharf war. Schon faszinierend, was so eine Gleitsichtbrille alles kann. Es scheint, genau mein Ding zu sein.

Im folgenden Bild ist der Vordergrund scharf, nur am Rand Links und Rechts ist ein  kleiner rechteckiger Bereiche unscharf. Ein Bereich, der bei jeder Gleitsichtbrille vorhanden sei. Auf den folgenden beiden Bildern wird dieser unscharfe Nahbereich immer größer, bis beim letzten Bild ein vielleicht 15 % Streifen des Nahbereichs zentral scharf ist. Auf meinen fragenden Blick erklärt mir die Dame vom Fach, dass mit hochwertigen Gläsern dieser unscharf Bereich nur minimal ist, hochwertige Gläser sind die Gläser in der Preisklasse 400-500 Euro und richtig, die Gläser aus dem Angebot sind natürlich die, die gerade mal die Nasenspitze scharf abbilden. Für einen Gleitsicht Unerfahrenen wie mich auf keinen Fall empfehlenswert. Meinen Einwand, dass ich mich jetzt schon ein klein wenig verarscht vorkomme, wenn die große Optiker-Kette mit etwas wirbt, das a) nix taugt und b) wenn die Gläser ja früher 314 € gekostet hätten, quasi in der mindestens mittleren Kategorie sind – lässt die Stimmung der Fachkraft kippen.

Deutlich reservierter schlägt, sie anschließend vor, ein passendes Gestell auszusuchen. Dabei gilt zu bedenken, dass Gleitsichtgläser besondere Fassungen verlangen, ich werde gebeten an einen bestimmten Regalabschnitt zu gehen. In der Zwischenzeit bin ich es leid, ich habe den Eindruck, dass ich abgezockt werden soll, dass gerade diese Fassungen mal wieder 2 Euro fuffzig teurer sind als die anderen. Ergebe mich aber meinem Schicksal, weil sehkrafttechnisch natürlich deutlicher Handlungsbedarf besteht. Die anschließende Messung der (Rest-)Sehkraft gestaltet sich angenehm, als einziger Kunde im Laden kümmern sich die Damen um mich. Ich interessiere mich noch für Kontaktlinsen und spreche mit den beiden darüber.  Zum Schluß machen wir den Auftrag fertig, natürlich braucht die Optiker-Kette noch annähernd so viele private Daten wie Google und Facebook zusammen, die ich natürlich bereitwillig geben, nehme die Gläser nackt, wie im Angebot beschrieben, natürlich Null Nicht Nada entspiegelt brauche keine Brillenversicherung zum Preis von 20 Euro pro Jahr, bekomme meinen Altersrabatt auf das Gestell abgezogen und leiste noch eine Anzahlung von 50 Euro auf die Rechnung von ca. 140,—Euro

Warte auf einen Anruf in ca. 14 Tage, dass die Brille fertig ist, wünsche noch einen schönen Tag und werde dann vermutlich in 2 Wochen nochmal, dann von der neuen Brille berichten.

Sonntag, 21. November 2010

und jetzt ?

Bitte verseht mich jetzt nicht falsch. Es sollte nicht Objekt einer eventuell satirischen Betrachtung sein, es ist schlicht und einfach schlimm, wenn ein Demonstrant bei einer Demonstration sein Augenlicht durch einen Polizei Wasserwerfer verliert.  Es wird einen Untersuchungsausschuss geben. Vermutlich kommt nicht Viel dabei heraus, denke mal das es keine Konsequenzen hat, es wird kein Polizeipräsident, kein Innenminister und schon gar kein Ministerpräsident zurücktreten.

So und jetzt glotzt Ihr Euch mal kurz auf der Seite der FAZ mal kurz den Artikel an. Genau da sind “Überlebende” des brutalen Polizeieinsatzes in Stuttgart oder wenigstens seelisch Betroffene, die jetzt immer noch das Ding hochkochen wollen. Man hat hat schon den Eindruck, die wollen sich zu Märtyrern machen. Nur, was soll’s ???

Samstag, 20. November 2010

Korb

2010-11-20 003Samstag Morgen, November, nur leicht schlaflos, bin deshalb erst kurz vor Acht dort, im Tal liegt noch fest und dicht der Nebel. 3 Autos stehen schon auf dem Parkplatz, bin anscheinend nicht der Einzige. Frostig, Minus 1 Grad egal. Schön klar die Luft, rein in den Wald, bergauf, Richtung Hörnle. Nach kurzer Zeit ist man aus dem Wald raus und sieht übers Tal, der Nebel verhindert es. Die Geräusche schaffen es aus der Suppe, Autos und auch ein paar Menschen scheinen unterwegs zu sein. Hin und wieder warnen Eichelhäher vor mir, scheine doch eine Bedrohung zu sein. Überrascht startet ein Raubvogel aus dem Baum, der hat mich anscheinend spät wahrgenommen.2010-11-20 014 Auf der anderen Seite des Hügels haben die Weinberge verschieden farbige Streifen, das fällt auf dem Bild und natürlich morgens bei dem dunstigen Licht noch nicht ganz so stark auf. Ein Mann mit Hund, ein Dackel mit Dackel ?? kommt vorbei; “Guten Morgen” – “Guten Morgen”. Schon seltsam wie sich Fremde zu dieser frühen Stunde, an diesem Plätzchen freundlich grüßen. Nachdem der Dackel eine Sitzbank inspiziert und beklettert hatte hab ich die Beiden abgehängt. Weiter, der Weg ist gut ausgeschildert, bin noch kaum gelaufen, nach einiger Zeit zeigt der Wegweiser noch 1,3 Kilometer bis zum Kleinheppacher Kopf, nach Buch wollt ich eh nicht, wie weit ich heute laufe ist mir noch unklar. 2010-11-20 038Kurz darauf, eine schwierige Entscheidung, das Leben riskieren oder umdrehen ? Für tolle Tpyen wie mich, kann’s nur eine richtige Entscheidung geben. Todesmutig die Absperrung überwunden, auf einem schönen von sehr viel nassem Laub bedeckten Weg geht’s weiter. Die werden doch nicht Samstags Bäume fällen, hören kann ich nichts. Nach einer Weile dann doch wenigstens das brummen eines Motors, versteckt oberhalb des Weges arbeitet einer, ich hab die Gefahr gemeistert.

Sonntag, 14. November 2010

Villa Berg

2010-11-14 090

Sonntag Morgen, ganz ganz mild, man erwartet Tagestemperaturen von 20 Grad. Um kurz nach Acht schon fast wolkenloser Himmel. Wollte eigentlich von den Berger Sprudlern rüber zum Schloss Rosenstein laufen. Bin dann aber gerade in die andere Richtung, hinter dem Süddeutschen Rundfunk oder SWR wie er sich heutzutage nennt vorbei. Kurz durch den Park. Linker Hand sind noch SWR Gebäude, an diesen vorbei zu hoch zur Villa. 2010-11-14 005Nach dem Krieg wurde die Villa vom SDR genutzt, ich selbst war nur ein mal dort, muss irgend wann mal in den 90ern gewesen sein, als die Scorpions dort für ihren Auftritt für den Tag der Deutschen Einheit trainierten. Hier war der große Sendesaal der Villa Berg. Wie so oft wurde der große Sendesaal aber zu klein, der Unterhalt der Anlage zu aufwendig. Schließlich hat der Süddeutsche Rundfunk hat das Ding aber aufgegeben, jetzt gehört es der Häussler Gruppe. Das hindert den SWR aber nicht daran, dort seine abgemeldeten Fahrzeuge abzustellen.

2010-11-14 027

Rudi Häussler, des Oberbürgermeisters liebster Projektentwickler . Konnte die Anlage für nen Symbol Preis erhalten, wollte dort bauen und wollte die Villa auf eigene Kosten renovieren. Die Planung war natürlich die, das Ding ganz exclusiv zu vermarkten. Von einem Fünf Sterne Restaurant, einem Hotel, edlen Wohnungen war die Rede. Jetzt ist Rudi insolvent, was aus dem Projekt Villa Berg wird weiß ich nicht. So kleine lächerliche Dinge wie der Denkmalschutz wären bestimmt kein Problem gewesen, allein der Gedanke den bis dahin öffentlichen Park in eine closed community zu überführe führt zu Bauchschmerzen2010-11-14 032. Drum rum kann man noch erahnen, wie nett der Park mal gewesen sein muss. Die terassenförmigen Wasserspiele seien schon seit Jahren nicht mehr in Betrieb. Die verschiedenen Fliesen der Becken sind teilweise kaputt. Der Teich vor der Villa hat bestimmt seit Jahrzehnten kein Wasser mehr gesehen. Geht man näher ans Gebäude sieht man die Türen vernagelt wie vor einem Tropensturm. Die paar Lampen vor dem Bau sind alle kaputt. Tja da hat der liebe Rudi dann wohl Recht, wenn er davon spricht, dass da nur Drogensüchtige und Gesindel angelockt werden.  Schön wär natürlich schon gewesen, der SWR als öffentlich rechtliche Anstalt wäre sich seiner Verantwortung für die gesamte Anlage bewußt gewesen, hätte sie gepflegt, anstatt zu versuchen durch geschicktes Postengeschacher ein paar Leute zu bereichern oder prominente Töchter / Ehefrauen in lukrative Posten zu bekommen.

2010-11-14 080Andrerseits ist’s schon erstaunlich, wie engagiert Menschen sich vor einen Karren spannen lassen, oder kämpfen, wenn sie nur drauf gestossen werden, wie sie Nazi- Monumental- Architektur komplett erhalten möchten, wie sie sich für Käfer einsetzen, deren Namen sie erst vor 6 Wochen zum ersten mal gehört haben und wie uninteressiert sie sind wenn da ein Schmuckstück mit grüner Lunge vor die Hunde geht. Klaro, der Häussler hat doch gesagt, daß er die Villa auf eigene Kosten renoviert, wenn die Stadt im Gegenzug… . Ich denke, dass dieses wenn – dann Nichts anderes als Erpressung ist. Egal, Rudi hat gerade andere sorgen, Schuster sowieso, und über Kurz oder Lang wird sich doch sicher wieder ein Vetterle finden, dem man was Gutes tun kann.

 

Achso, die ganzen Bilder gibt’s hier

Donnerstag, 11. November 2010

beschränkt

Meine damals noch kleine Schwester: “Papa, wieso schreiben die Leute, dass sie beschränkt sind ?”

“Wieso ?” mein Vater

“Na ja, GmbH heißt doch irgend was mit beschränkt”

Manchmal muss man aber nicht nur die Haftung beschränken, sondern auch die Auswahl. Deshalb versuche ich jetzt mal meine Lieblingsbilder auf 100 Stück zu beschränken.

Mittwoch, 10. November 2010

Freilandhaltung

Waldkinderkarten = Kinder in Freilandhaltung

Quartier

Viertel, denke mal, dass man das Quartier auch so übersetzen könnte. Und wo noch vor kurzer Zeit überall die “Parks” aus dem Boden geschossen sind vom Airpark über den Industriepark bis zum Wohnpark entstehen heute überall Quartiere – dies ist mir jedenfalls aufgefallen als ich letzte Woche in Stuttgart war, die Baustelle neben dem unteren Kaufhof heisst auch schon irgendwie blablabla Quartiert. Das falls mal Stuttgart 21 kommen sollte Viertel an Stelle des alten Gleisfelds ist im Augenblick auch als bla bla bla Quartier projektiert. Bin mal gespannt wie es in 20 Jahren bei seiner Eröffnung dann heisst

Donnerstag, 4. November 2010

once upon a time in the west

Nicht um mit meinen Englisch Kenntnissen anzugeben, oder Andere zu verwirren. Nein es kommen zwei nein drei Dinge zueinander. Erstens hab ich immer noch Urlaub, eine Tatsache die nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Zweitens kommt gerade mal die jährlich (unvermeidbare) Hitparade und Drittens bin ich deshalb mal an’s nicht ganz so große aber geschätze Plattenregal. Die schwarzen Schätze mal digitalisieren und in Mund- oder vielmehr Ohrgerechte Häppchen schneiden.

Im Augenblick ist, der Titel lässt es erraten, Dire Straits dran mit – genau – once upon a time in the west, von einem meiner Lieblingsalben, aLCHEMY. Die Platte kracht, zischt, prizzelt und brummt es ist die wahre Freude. Natürlich hätte man sich beim Medien Online Kaufhaus seines Vertrauens das Ding schon fertig als MP3 runterladen oder wenigstens digital remastered auf CD bestellen können aber:

Es gibt Pizza und Pizza. Soll heißen, das Ding, das meine Mutter Zuhause belegte und im Backofen fertig buk ist Pizza und das beim Südländischen Gastronomen unseres Vertrauens ist auch Pizza. Beides auf seine Art gut, aber halt doch völlig verschieden. Und wenn ich die Erinnerungen an die Zeit haben will, als es Zuhause Pizza gab, brauch ich den Geruch, diese rechteckig geschnittenen und belegten Teigstücke.  Und wenn ich mich jung fühlen,  an meine “wilde” Zeit erinnern will, muss ich meine alten Schallplatten auflegen, denn nur mit den Knacksern kommt die Erinnerung.

Mittwoch, 3. November 2010

sicher

Da kenn ich mich jetzt mal gar nicht aus. Internationaler Terrorismus und so. Aus dem Jemen (das könnt ihr Euch aber schon mal merken, da ist der nächste Kriegs- / Bürgerkriegsschauplatz) werden Sprengstoffpakete verschickt. Aus Griechenland kommen Paketbomben. Wobei – Respekt, wir schaffen es nicht unseren Regierenden nur annähernd zu zeigen, dass wir das Alles nicht so toll finden, da braucht’s einen griechischen Terrorist um Angela ne Bombe zu schicken. Was soll’s ?

Da lob ich mir dann den neuen Personalausweis, der ist wenigstens sicher. Sicher laut den ganzen Medienberichten, die dich schon wieder weich kochen, das neue Ding ohne Not anzuschaffen. Und (Achtung, jetzt kommt was wo keiner ne Ahnung hat was aber immer gut klingt: ) man kann den neuen Perso auch für Geschäfte im Internet benutzen, beziehungsweise als elektronische online Unterschrift.

Da bin ich jetzt aber froh, muß mich nur wundern, wie ich ohne das Ding bisher mein Online Banking, meine Ebay- und Amazon- Einkäufe getätigt habe. Und wie das mit meiner ELSTER (Elektronische Steuererklärung) die letzten zwei Jahre funktioniert hat ist mir immer noch ein Rätsel.

Nein, richtig und total sicher, der neue Personalausweis:

  • Sicher vor Verlust ?
  • Sicher vor Feuer, also feuerfest ?
  • Sicher vor Unfällen, so eine Art zweiter Airbag ?
  • Sicher vor Kugeln, schusssicher ?
  • Sicher teurer als der alte Personalausweis ?

“Die Dich verarschen Die hast Du selbst gewählt” – Die Ärzte, Deine Schuld

Dienstag, 2. November 2010

gewandert

 

2010-10-26 006

Ja, ich hab Urlaub. Und das Beste: nur ich hab Urlaub, die Gattin nicht und die Terrortochter auch nicht. Heute vor einer Woche hab ich mich dann aufraffen können. Ich war wandern !2010-10-26 015 Noch kurz die Tochter in die Schule gefahren, dann Richtung Welzheimer Wald. Bis zur sogenannten Rettich Kreuzung schaff ich’s, dann muss ich einfach die aufgehende Sonne und die frostige Umgebung fotografieren. Besonders toll da das Sonnenblumenfeld. Die größten der verwelkten Sonnenblumen werden schon von den ersten Strahlen erfasst.  Ich muss weiter, will bei Klaffenbach den Steinbach entlang rauf zur Nonnenmühle, dann mal sehen, wie und wo es weiter geht.

Montag, 1. November 2010

Durst

Heute waren wir wegen der Terrortochter in Hessen. Hessen, genauer Frankfurt deshalb, weil wir Feiertag und die Leute dort eben keinen Feiertag haben. Die Terrortochter wollte in einem bestimmten Laden shoppen gehen, Dieser befindet sich im Nordwest-Zentrum in Frankfurt. Da ist mir mal wieder was aufgefallen. Mc Donalds, Nordsee, Kebab, Metzger, Chinese und was es sonst noch für Freßstationen gibt. Richtig voll war es um 15.00 Uhr nur in der Kneipe, wo man auch ohne viel Verzehr seine Promille erhalten konnte.

Durst scheint doch schlimmer als Heimweh oder wenigstens als Hunger zu sein.

 

Prost