Dienstag, 17. September 2013

folgen

ich weiß ja nicht, wie man das bei Twitter richtig macht. Also das folgen. Weiß nur, dass der eine oder andere da seine eigene Wahrheit und Richtung hat. Ich mach es meistens so, irgend jemand favt oder retweetet mich, ich folge ihm erst Mal, denn wer etwas von mir gut findet ist mir primär sympathisch. 

Deshalb folge ich auch so vielen Leuten. Wenn mir dann beim TL lesen etwas gefällt, fave oder retweete ich das selbst, unabhängig von der Followerzahl. Wenn mir einer zu viel Mist twittert, oder mir zu große Pappnasen (Lobo, Steinbach, Bergmann...) in die TL spült, den entfolge ich genauso schnell wieder. Ohne aber ein großes moralisches deutsches: “wenn du nochmal so etwas twitterst entfolge ich dich”

Ach und noch etwas, Foursquare oder Runtastic Meldungen interessieren mich kein Bisschen und enden meist in einer Entfolgung.

Montag, 16. September 2013

Einbahnstraße ?

  • der Nächste der mir eine Reply schickt wird geblockt.
  • Was sind das für Deppen die immer eine Antwort schreiben ?
  • Und immer diese Replies.

Und je mehr Follower umso heftiger dieses rumgememme.

Klar, werden einige sagen, Twitter ist kein Chat. Der eine oder andere verwechselt da vielleicht doch etwas mit dem guten alten CB-Funk. Und natürlich gibt es die Tweetverbesserer, die deinen Tweet noch lustiger machen oder die schlicht und ergreifend zu doof sind deine Intention hinter dem Tweet zu entdecken. Aber dieses: “Hört gefälligst zu, wenn ich zu euch rede “ geht mir persönlich gehörig auf den Sack.

Wer von Replies genervt ist braucht sie doch einfach nicht zu beantworten, dann ist gut.

Samstag, 14. September 2013

woher ?

woher kennt ihr die Annehmlichkeiten einer nicht ausgewuchteten Waschmaschine im Schleudergang - woher wisst ihr, dass die eine ziemlich Ideale Höhe hat ?

Freitag, 26. Juli 2013

Himbeereis

Ein generelles LKW Überholverbot in der Ferienzeit fordert Florian Pronold aus Steinbrücks Wahlkampfteam im Deutschlandradio heute morgen.

So eine Übersprungshandlung, wenn man nichts anderes gebacken kriegt, wenn einem nichts anderes einfällt, kommt man schon auch mal auf so einen Gedanken. Und auch da, natürlich - wenn wir keine anderen Probleme haben ausser mal gemütlich und staufrei in den Urlaub zu fahren... egal.

Schnell, schlampig und noch auf dem Weg zur Arbeit hab ichs getwittert:

und am Abend war der Tweet für mich schon vergessen, er war ja auch eher mindergut. Einer wollt’s dann doch noch humorig kommentieren:

Dienstag, 23. Juli 2013

freuen

die Engländer freuen sich heute wegen der Geburt des royalen Nachwuchs'
wir freuen uns, dass sich Angela nicht vermehrt.

Samstag, 13. Juli 2013

Pfandfrei


Ein Glück, dass diese Fläschchen Pfand befreit sind. So wirft man es noch viel leichter ins Gebüsch. Ein weiterer Vorteil ist, dass man sich peinliche Momente an der Rücknahme erspart.

Sonntag, 7. Juli 2013

Ägypten

habt ihr die letzten Tage die Spritpreise beobachtet ? Ich hab die Dieselpreise immer so im Augenwinkel. Und wo ich am Mittwoch noch für 1,31€ getankt hatte steht der Preis am Freitag plötzlich kurzfristig bei bis zu 1,52€.

Die Krise in Ägypten sei schuld. Die Krise dort, der Putsch hätte die Märkte verunsichert.
Nicht der Ferienbeginn in den Bundesländern Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen.

Das Beste ist aber wieder die (Nicht)Reaktion von Fipsi Rössler. 15 Monate nach seinem Gefasel von einer 'Markttransparenzstelle' hört man von Fipsi nichts mehr wegen der Spritpreise, wegen der Markttransparenzstelle natürlich auch nicht, wegen Prism und Ägypten Putsch übrigens auch nicht.

ich könnt schon wieder kotzen

Sonntag, 30. Juni 2013

Juni Gezwitscher












Freitag, 28. Juni 2013

Marathonsitzung

eine 'Marathonsitzung' haben sie abgehalten, unsere Volksvertreter. Bis nach Mitternacht wurden Gesetze beschlossen, Ideen auf den Weg gebracht und abgestimmt was das Zeug hält. Der Vorletzte Sitzungstag vor der Sommerpause, man will noch was wegschaffen.
Gut, die Chefin - UND NEIN VERDAMMT, D I E WERDE ICH NIE MUTTI BEZEICHNEN - muß sich gerade wieder in Brüssel von den Engländern über den Tisch ziehen lassen, Brittenrabatt gegen dafür verminderter CO2 Ausstoß für Deutsche Automobile, die Chefin lässt ihr trauriges Häuflein alleine schalten und walten.

Voller Bewunderung schreiben die Online-Medien meiner morgentlichen Lektüre. Jedes seine Prioritäten ein wenig auf anderen Gebieten. Meist mit einem Bild der dpa aus dem späten Bundestag.
Da stellt sich bei mir dann aber auch gleich die Frage, ist dieses Bild tatsächlich von gestern Abend ? Wenn ja, wie stand es zu diesem Zeitpunkt mit der Beschlussfähigkeit.
Es lässt mir keine Ruhe, unter www.bundestag.de schaue ich in der Mediathek die Sitzung vom Abend an. Die fast genau gleiche Anzahl an Parlamentariern oder auch Volksvertretern wie beim Meldegesetzskandal, und auch deutlich weniger als bei der:

Aktion, als die Beschlussunfähigkeit der Sitzung festgestellt und die Sitzung durch Frau Pau abgebrochen wurde.

Respekt hätte ich mir gewünscht, Respekt vor dem Volk, vor dem Wähler, auch wenn man sich so einem fast schon unmenschlichen Sitzungsmarathon hingibt. Und wenn man sieht wie sich gegen Ende der Sitzung Thierse als Veranstaltungsleiter durch die verbliebenen Abstimmungen und Programmpunkte nuschelt, die verbliebenen ca. vierzig Getreuen bocklos, äh erschöpft die Arme heben oder halt auch nicht heben, ist es unwürdig.



Bild aus dem Bundestag






Mittwoch, 26. Juni 2013

Shortlist

Ich mußte es googeln, im Gegensatz zur Longlist die eine komplette Auswahl aufweist, ist auf der Shortlist die Endauswahl. Klingt aber Englisch einfach besser

Montag, 17. Juni 2013

Gurkenverordnung

Wochenendthemen gibt es, bei den von mir konsumierten Medien. Schon seit einiger Zeit haben wir keine Tageszeitung mehr aboniert. Ich informiere mich, indem ich morgens DLF höre, dazu bei Spiegel, Süddeutsche und Welt online die Startseite überfliege. Wenn ich nicht arbeite läuft normalerweise immer noch ein Radio, meist ein Radio mit Hauptaugenmerk auf Nachrichten und Kommentaren, Musik ist nebensächlich.

In letzter Zeit habe ich festgestellt, dass die oben erwähnten Medien meist Samstags eine Kuh durchs Dorf jagen. Manchmal schafft es die Kuh noch in den Sonntag rein, oft aber auch nicht.

Die Kuh diesen Wochenendes, war die EU Gurkenverordnung, genauer die Verordnung Nr:1677/88/EWG zur Festsezung von Qualitätsnormen von Gurken, die vor genau 25 Jahren erlassen wurde. Unisono erklärt jedes Medium, dass diese Gurkenverordnung den Krümmungsgrad und weiter Qualitätskriterien einer Gurke festlegt, anschließend wird diese Verordnung als Beispiel dafür genommen wie der Bürger den EU-Regulierungswahn wahr nimmt, um anschließend zu erklären, dass diese Verordnung längst (also vor vier Jahren 2009) zurückgenommen wurde, dass diese Regelungen nicht dem Gehirn der EU-Beamten sondern dem Handel entsprungen sind und dass sowieso alles ganz fein sei.



Mal abgesehen davon, dass die Medien fast wörtlich das Gleiche schreiben, dass die liebe Kommentatorin im DLF, das Gleiche labert, einfach mal auch abgesehen dass siehe oben Wochenende... ist den wieder Stunde der Volontäre, darf der Lehrling an die Tastatur, darf jeder mal einen vorgefertigten Artikel so lange in eigenen Worten umschreiben, dass es wie selbstgemacht aussieht ?

Ja, ich hätte mir einfach auch hier mal wieder eine leicht kritischere Haltung gewünscht. Wer wollte die Gurkenverordnung ? Der Handel ? Ja klar - achso - ja ne is klar. Man wollte die Gurke gut geformt und praktisch gerade, dass man genau 10 Stück von den Dingern in den Karton packen konnte. Der Handel wollte vermutlich Gurken nicht Stückweise einkaufen sondern Kartonweise. Ja verdammt nochmal, was hat den der Handel, der EU vorzuschlagen ? Sollten nicht die Bürger Nutznießer der EU sein, repräsentieren die Abgeordneten nicht die Mehrheit, hier die Konsumenten und Verbraucher ? Wo liegt bitteschön der Nutzen der Gurkenkrümmungsverodnung für Dich und Mich ? Könnten Gurken nicht ein Muckensekele billiger sein, wenn der Bauer nicht ein paar seiner Gurken aussortieren und unterpflügen müsste ? Hat nicht meine Erzfeindin Ilse A. erst letztes Jahr verkündet, dass zu viel aussortiert und weggeworfen wird ?

Und langsam steigere ich mich schon wieder saumäßig in die ganze Sache rein. Wem verdammt nochmal hat die EU zu dienen, wenn sie von ihren BÜRGERN akzeptiert und angenommen werden will ??? Wieso wundern die sich, dass die People kotzen weil nach dem Handel, den Märkten, den Banken sowieso geschaut wird. Die Menschen sind den EU-Bürokraten sowas von egal.

Geschmack

...und den "ich könnte dein Vater sein"-Sagern ein - "Nein meine Mutter hatte Geschack" entgegnen

Donnerstag, 13. Juni 2013

slackliner

veritcal slackliner

Noch so ein Trendsport, slacklining. Seiltanz, balancieren. Also nach Rope Skipping, dem Seilhüpfen.

Für Adrenalinjunkies und Emos sehe ich am Horizont schon den nächsten Hype.

vertical slacklining, aufhängen.

Samstag, 8. Juni 2013

so nicht

„Ich übernehme damit die politische Verantwortung für die interne Informationspolitik des Bundesverteidigungsministeriums gegenüber dem Minister bezüglich der Ereignisse vom …”

so, der damals Verantwortliche Verteidigungsminister bei seinem Rücktritt. Der Verteidigungsminister übernahm dafür die Verantwortung, dass er von seinen Mitarbeitern nicht richtig und vollständig über den Luftangriff am 4. September 2009 in Kunduz informiert wurde. Franz Josef Jung übrigens, der damalige Verteidigungsminister.

Ich bin ja kein Freund der Bundeswehr. Ich hab es nicht so mit schießen, befehlen und marschieren. Auch die Töterei wäre nicht meins, wobei die Bundeswehr da (glücklicherweise !) sehr zurückhaltend ist, eher getötet wird als tötet. Dies aber nur am Rande. Was die Bundeswehr hat, sind teure Spielzeuge und einen nicht unerheblichen Jahresetat; 33 Milliarden im Jahr 2013 beispielsweise.

Eines dieser Spielzeuge sollte eine Aufklärungsdrohne werden, der Euro Hawk. Bestellt wurde das Ding in Amerika und ein Exemplar wurde schon geliefert. Irgendwann stellte sich dann heraus, dass diese Euro Hawk Drohne ohne einen erheblichen finanziellen Mehraufwand für den europäischen Luftraum nicht zulassungsfähig ist oder war.

Jetzt nähern wir uns dem Problem. Unser (noch?) Verteidigungsminister Thomas de Maizière hat ‘die Reißleine gezogen’, hat verkündet, dass das Drohnenprojekt eingestellt wird, weil die Drohne nicht im Europäischen Luftraum betrieben werden kann und darf.

So weit so gut, eine mutige und richtige Entscheidung. Ein unsinniges, verfahrenes Großprojekt einzustellen bevor sich die Kosten vermehrfachen, Respekt. Endlich macht mal Einer so etwas, fand und finde ich noch immer gut so etwas. Was ich gar nicht gut fand oder finde, ist allerdings, wie Drohnen Tom in dieser Angelegenheit (re)agiert.

Von seinen beiden Staatssekretären sei er in Kenntnis gesetzt worden, dass diese die Einstellung des Projekts angeordnet hatten. Als Chef in Kenntnis gesetzt worden von seinen Mitarbeitern, dass sie jahrelang Scheiße gebaut haben und er darf die Entscheidung verkünden und den Kopf hinhalten.

Und spätestens hier wird es ganz schön peinlich für den Chef, “...ich wurde zu spät eingebunden...”, “...ich wurde nicht informiert...”, “...wurde nicht erwähnt...”. Das Problem ist aber einfach, dass der Minister Chef ist oder sein sollte. Und Chef ist er immerhin schon seit mehr als zwei Jahren, und egal wie groß der Geburtsfehler des Projekts war oder ist, war de Maizière ahnungslos oder uninteressiert.

Völlig unwichtig ist die Chronologie des wann wusste der Minister was, gut im Untersuchungsausschuss vom 13. Mai zu sprechen und am 7. Mai gegenüber dem Donaukurier schon konkrete Andeutungen zu machen spricht für eine offensichtliche Lüge.

Richtig widerlich ist diese “ich war ahnungslos” Verteidigungsstrategie. Wenn Du als Chef nicht weisst, was in deinem Laden vorgeht bist Du eine Fehlbesetzung. Und wenn Du nach zwei Jahren im Amt nicht in der Lage bist dem Laden eine Richtung zu geben, das Blatt zu einem Besseren zu wenden bist Du falsch. Einen mittelschweren Kotzanfall bekomme ich wenn ich so Sätze wie  "Ich wurde unzureichend eingebunden"  - "Es gab zuvor keine Vorlage an den Minister mit einer Beschreibung der Zulassungsprobleme oder überhaupt zum Gesamtproblem"

‘Unwissenheit schützt vor Strafe nicht’ zählt hier nicht, aber man hätte mal selber nachfragen können, lieber Thomas ! Mir persönlich wäre es durchaus recht, Herr de Maizière würde sich ein Vorbild an Franz Josef Jung nehmen und, siehe oben, zurücktreten.

Freitag, 7. Juni 2013

selber Rad ab


…und das ist gar nicht die Frage, um was es denn geht. Parlamentsvizepräsidentin Petra Pau (die Linke) hat gestern eine Bundestagssitzung abgebrochen, weil weniger als die Hälfte der Abgeordneten anwesend und das Parlament somit beschlussunfähig war.
Wenn Ihr vielleicht Eigentümer einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus seid ward ihr vielleicht schon mal bei einer Eigentümerversammlung, dort wird bei Abstimmungen die Beschlussfähigkeit untersucht und festgehalten – immer.
Es waren nicht mal dramatisch zu wenige Parlamentarier anwesend, es hätte schon fast gereicht, wozu der Terz, wenn ich Herrn Beck richtig verstehe. In den Replies auf Becks Tweet, noch zwei drei Abgeordnete, die über den Abbruch auch nicht unbedingt begeistert sind.
Dass das Mittel der Feststellung der Beschlussunfähigkeit, schon auch gezielt eingesetzt wurde hat vielleicht der eine oder andere vor einem Jahr bei der Abstimmung zum Betreuungsgeld festgestellt. Damals äußerte der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck noch, dass die Koalition selbst dafür verantwortlich sei, dass genügend Abgeordnete anwesend sind.
Nicht mal ein Jahr, nach dem für mich persönlich SKANDAL, der Meldegesetzabstimmung vom 28.06.2012 während des Italienspiels. Schon vergessen Herr Beck ? Parlamentarischer Usus war es, mit einer Minimalstbesetzung Gesetze durchzuwinken trotz gravierendster Beschlussunfähigkeit. Die Oppostition hat fleißig mitgemacht, gehen von euch 80 % zum Fußball gucken, machen wir das auch.  Und da hatte  man auch keinen Skrupel, das noch kurz zuvor zu ungunsten der Bürger verschärfte Gesetz passieren zu lassen. Wieso wollten Sie da die Beschlussunfähigkeit nicht feststellen lassen ? Ging vermutlich auch um nix, alle Räder dran vermutlich ?
Die Frage ist doch einfach die, wieso leisten wir uns ein Parlament mit über 620 Abgeordneten, wenn dann eh nach Proporz abgestimmt wird. Würden nicht auch sagen wir mal 100 Parlamentarier reichen oder einfach die Anzahl Minister der Regierung ? Und klar, ein Abgeordneter sitzt nicht die ganze Zeit im Bundestag er muss ja Arbeit… er muss ja Wahlkreis (wobei die Wiederwahl ist doch nicht Hauptaufgabe des Abgeordneten)  muss Ausschuss … aber wozu ?
Vielleicht aber auch die Überheblichkeit, von wegen "’geht um nix’  und ‘Rad ab’, noch 40 Entscheidungen seien angestanden, 40 x nix ??? Oder nur das genervte “ich hätte da noch eine Frage” am Elternabend, der dann doch wieder bis 24:00 Uhr ausartet ? Aber man weiß es doch, und man weiß dass wenn man z.B. engagiert, man sich auchmal zu dem einen oder anderen Termin Zwingen muss.  Dass wenn man Webaffin einen Twitteraccount besitzt, der öffentlich ist sollte man aber vielleicht auch einmal mitdenken, dass durchaus auch Wähler und nicht nur Parteikollegen mitlesen. Auf mich macht der Tweet und sein Strang schwer den Eindruck, dass sich da jemand über seine selbst gewählte Arbeit stört.
Auch nett, der Artikel der Welt Online dazu und die Frage, was Frau Pau denn wohl bewogen haben könnte sich an Regeln und Vorgaben zu halten ? “Was hat sie damit bezweckt” – dieses, wir sind die Regierung, wir sind das Parlament, wir sind die Chefs, wir machen was wir wollen. Bis unserer Korrekturregierung in Karlsruhe aufmuckt vergeht sowieso meist ein halbes Jahrzehnt, so what ?
Dieses, was ist denn los, was regt sich den der Pöbel auf ? Wenn ich mir dann andererseits, die vielen Formumsbeiträge anschaue, ist es aber einfach so, dass sich das Volk ein wenig von seinen Vertretern verarscht fühlt.
Und deshalb lieber Volker Beck, selber Rad ab, wenn man nicht erkennen kann worin unter anderem die Politikverdrossenheit entsteht.

Dienstag, 4. Juni 2013

peinlich

Angefangen hatte es mit einem mäßig witzigen Tweet, wegen des anhaltenden Regens.

 

 

hatte mich doch einer gequotet und retweetet. und gleich mal mein Lästeropfer noch in die Mention mit rein genommen. Sonst wäre der Tweet im Netz untergegangen.

Jetzt ist es natürlich so, dass es bestimmt kein Spass ist im Gefängnis zu sein. Viel weniger ist es ein Spass, wenn man unschuldig, vermeintlich unschuldig oder sogar “nur” in Untersuchungshaft ist.

Ein paar Mentions hin und her, der Wettermann ist sichtlich angepisst, Armin rudert zurück, ich lese amüsiert mit. Quintessenz ausser, dass ich mich sexuell mit mir selbst beschäftigen soll, ist dass der Tweet peinlich ist. Klaro hat er recht, der j k.

 

Peinlich, würde ich gar nicht sagen, unpassend, geschmacklos, unsensibel. Und natürlich macht man sich auf Kosten anderer lustig. Sollte man nicht machen, sowieso sich über andere lustig machen, über Heteros, Bäckerinnen, Schwarze, Schwule, Frauen, Ostfriesen, Playboys, Leggings, Türken, Deutsche, Russen, Twitter, Facebook und über alle, die ich jetzt einfach vergessen habe.

Samstag, 1. Juni 2013

geht gar nicht

Uli Hoeneß Gesänge während des DFB Pokalendspiels zum Beispiel. Gut, ich kann den FC Bayern nicht leiden, und wenn ich die Bayern nicht leiden kann, dann deren feisten Präsident auch nicht. Was aber gar nicht geht, den nach seinem kleinen Steuerhinterziehungsproblem noch so öffentlich hochleben zu lassen. Von Menschen die mir sonst immer erzählen, dass man die Kleinen hängt und die Großen laufen lässt.

Muss schon wieder kotzen.

Freitag, 31. Mai 2013

drei Ausländer aus dem Westen

Fußballspiele zum Beispiel. Fußballspiele anzuschauen, macht mir nur Spaß, wenn ich Partei ergreifen kann. Partei für die eine oder andere Mannschaft, notfalls auch gegen den eine oder anderen Verein. Oft genügt es mir dann auch, beispielsweise dass der 1.FC Bayern verliert. Kann ich mich nicht auf die eine oder andere Seite schlagen interessiert mich so etwas nur mittel.

Oder Kriege zum Beispiel. Der schönste Krieg oder Bürgerkrieg ödet an, wenn man nicht für oder gegen eine Seite sein kann. Wenn man weiß, der Taliban ist böse, der Kommunist ist ganz böser weiß man woran man sich halten kann. So unentschiedene Konflikte lassen mich ja eher kalt.

Gerade in den Nahost-Konflikten bin ich selbst immer etwas unentschieden, bin ich da doch eher für den militärisch unterlegenen Underdog statt dem hochgerüsteten…Aggressor kann man auch nicht sagen, man weiß ja immer nicht wer angefangen hat…statt dem hochgerüsteten Land westlicher Orientierung.

Oder Afrika, tausender armer hungriger Menschen oder deren Kindersoldaten, töten abertausende anderer armer hungriger Menschen. Vergewaltigen, morden, oder schlagen Körperteile ab. Später töten tausende der anderen armen hungrigen Menschen oder deren Kindersoldaten, die abertausende armen hungrigen Menschen, die ihnen das angetan haben. Vergewaltigen, morden, oder schlagen Körperteile ab. Für wen soll man da sein ?

Oder Syrien. Dieser Assad, das ist doch auch kein Lieber, bombardiert und mordet sein eigenes Volk, quält und foltert und unterdrückt. Nur, und dass muss man sich ja auch überlegen, dieses Volk, diese Opposition, dieser Widerstand das sind ja auch – und nun haltet euch fest – da sind ja auch zum Beispiel ganz normale Stadttaliban dabei. So kleine Bin Ladens mit Turban und angsteinflößenden Bärten. Unterstützt vom Iran, Irak was weiss ich woher. Da kann ich dann natürlich weder für die eine oder die andere Seite sein.

Und plötzlich. Da passiert dann das Unfassbare, es schlägt mal wieder die Stunde des Volontärs  und mein Lieblingsleitmedium der spon, der Spiegel online haut mal wieder so ein Ding raus. Die Schlagzeile im Vollzitat:

syrien

 

Was erlaube Strunz !?! Äh, was soll denn das ??? Ja was macht er denn jetzt der Assad und seine Armee ??? “tötet drei Ausländer” ja ist der noch ganz dicht ? Ja spinnt denn der ? Und dann auch noch “Ausländer aus dem Westen” hätt der den keine normalen Ausländer nehmen können ? wieso gleich die guten Ausländer aus dem Westen ? Asiaten hätte er nehmen können, gibt genug davon. Oder die drei Chinesen mit dem Kontrabaß. Aus dem Süden, gibt so viele arme Neger da, hätte doch sicher auch andere finden können, wieso ausgerechnet Ausländer aus dem Westen ? Was soll denn das ?

Im Subtitel wird dann erklärt, dass eine 33 jährige Amerikanerin aus Michigan getötet wurde. Aus Michigan, einem Staat, wo die Aufklärungsquote von Verbrechen höher ist als die Aufklärungsquote von Teenagern, wenn man betrachtet, dass die 33 jährige Mutter einer 18 jährigen Tochter ist war. Mal abgesehen davon, dass es wesentlich cleverer und kürzer ist, wenn man Richtung Osten loslatscht, wenn man nach Amerika will…geschenkt.

unbekanntEin Brite, eine US-Amerikanerin und ein Opfer unbekannter Nationalität. Somit käme auch ein Westinuit, ein Westmaori oder sogar ein Westmarsianer in Betracht. Egal, in der Bibel steht zum Beispiel ja nur, “Du sollst nicht töten”, da steht ja nicht “Du sollst keine Ausländer aus dem Westen töten” – Wobei das gebe ich zu, die Bibel in diesem Konflikt eher nicht so die Grundlage des Handelns ist.

Ja warum denn nicht ? Der Konflikt nähert sich der 100.000 Toten Grenze, da muss man morden und töten, wen und was man erwischen kann, da kann man nicht auf so Kinkerlitzchen wie die Himmelsrichtung des Wohnorts der Opfer acht geben.

Sonntag, 26. Mai 2013

empört

In meine Timeline retweetet:

twitter

Ein abstossendes Bild eines behinderten oder kranken Menschen drangehängt. Im Kommentar des Bildes macht sich jemand darüber lustig. Nicht schön, eher widerwärtig. Und NEIN, ich zeige das Bild nicht, will auch nicht den /das Twitterlein jetzt bashen.

Andererseits. Was war den die Intention des tapferen Twitterleins, das mir so etwas in meine Timeline spült ? Was hat es sich gedacht ? Weiss es nicht, dass es dieses Bild mit verbreitet, dass es pro Retweet einer immer noch größeren Öffentlichkeit zur Verfügung stellt ?

Dann kommt aber auch noch etwas anderes dazu. Der Screenshot stammt ja gar nicht aus der Freundesliste des Twitterleins, sonst hätte man das ja auch mal mit einem deutlichen Kommentar regeln können, beziehungsweise sofort “entfreunden” können. Nein, dieses wie der meiste facebook-Mist findet seinen Weg ja zumeist zuerst über “Witz” – “Fun” – “Schwarzer Humor” – Seiten im Internet seinen Weg ins Social Network 2.0 – ins Twitter Netz fand der Mist dann dank meines tapfren Twitterleins.

Mal kurz die Followerzahlen des Twitterleins bzw. der Retweeter überschlagen: 6796+71+63+4670+154+2467+….   Respekt, jetzt besteht die Chance, dass dieses geschmacklose Bild schon mehr als 13.000 Menschen zugänglich gemacht wird. Und dann ? Was jetzt ? Sehen dass einer, ein Mathew, einer von inzwischen mehr als 7 Milliarden sich darüber amüsiert und die folgende Reaktion vorraussagt “rumheulen” ?

Und dann bin ich plötzlich empört. Es erinnert ganz leicht an Steffan  ‘ich bin MdB und recherchiere in Sachen Kinderporno mal selbst’ Tauss. Dieses sich selbst als höhere moralische Instanz sehen, dieses ich habe das Licht und die Wahrheit.

 

Denkt mal darüber nach.  - würde ein Twitterer jetzt schreiben.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Bester

Montag, 20. Mai 2013

nicht

Und dann hab ich immer den Eindruck, dass diejenigen, die dieses nachgestellte NICHT verwenden selbst Probleme damit haben Ironie oder Sarkasmus zu erkennen. Ja, ich hoffe dass es so ist. Alles andere würde bedeuten, sie trauten mir nicht zu Sarkasmus und Ironie zu erkennen. Um so schlimmer.

Mittwoch, 15. Mai 2013

Reply

Antworten. Hier vielleicht aber nur erwidern, ungefragt antworten. Bei Twitter sind sie ein Thema, die Replies. Sehr viele Accounts gefallen sich darin ihre Weisheiten in die Welt zu posaunen, werben um Favs und Retweets, um Follower sowieso, aber wehe es meldet sich mal so ein kleines Licht und gibt noch einen Kommentar zu einem Tweet ab…

Haben die Jünger da einen Messias zu heiligen ? Interessiert deine Meinung nicht wenn ich mit dir diskutiere ?  Ach, es ist gar keine Diskussion, es ist ein hört mir gefälligst zu wenn ich mit euch rede.

Donnerstag, 9. Mai 2013

Blockempfehlung

Ab und zu schlägt so was dann doch ein, eine Blockempfehlung. Irgend jemand aus meiner Timeline findet etwas schlecht oder schlimm, so schlecht und so schlimm, dass die Anderen darauf aufmerksam gemacht werden (müssen ?). Jetzt ist es aber nicht so, dass ich mit meinen bald fünfzig Lebensjahren in der Lage wäre selbst zu erkennen, was gut, was schlecht, was schlimm, was gut ist, nicht in der Lage bin zu erkennen wen ich gerne lese, aus welchen Gründen auch immer.

Sonntag, 5. Mai 2013

Mai gezwitscher

saumäßig

Klar, ich empfinde es als höchste Form der Twitter Anerkennung. So ein Pokal für den Tweet des Tages.

Gestern habe ich so einen äh zwei Pokal(e) zum ersten Mal erhalten. Ich freue mich saumäßig.

gemeint war Dieser da:

anschließend haben ein paar nette Menschen (danke Madame, danke Bine Pink und die anderen) nochmal meinen Tattoo Tweet retweetet und über die 100er Marke gehievt:

 

und ich war schon im Bett da schlug nochmal einer mit dem Tweet des Tages zu:

hierfür:

nee, jetzt mal ohne Scheiß, ich habe mich wirklich saumäßig gefreut und bedanke mich bei allen Faverinnen und Favern, Retweeterinnen und Retweetern, sowie allen Pokalistinnen und Pokalisten. Danke

Freitag, 5. April 2013

man kommt ja zu nichts

Und dann merkt man plötzlich wie man zu gar nichts mehr kommt. Das hoffnungsvolle Blog, das die 140 Zeichen Beschränkung unserer Tweets aufbrechen sollte verwaist immer mehr.

Montag, 1. April 2013

Märzgezwitscher

 

 

Montag, 18. März 2013

Fame

Ruhm. Für mich auf jeden Fall. Am Sonntagmorgen in der Badewanne eine Idee als Tweet recycelt. Dahergerotzt. Einen bestimmenden Artikel vergessen.  Holprig der Tweet.

Ein Großer hat ihn retweetet, kurz darauf ein weiterer Großer. Und plötzlich fliegt die Kuh.  Im Minutentakt schlagen die Favs und Retweets ein. Nach 4 Stunden ein Fünfziger. Am Abend die Hundert geknackt. Ich freue mich.

Ich freue mich vor allem, dass ihr trotz des fehlenden der “…eine PLZ ihr der Media-Markt Tante…” gefavt und retweetet habt, einfach weil ihr die Intention hinter dem Tweet mögt.

 

Donnerstag, 24. Januar 2013

Sonntag, 20. Januar 2013

you made my day

manche Twitterer haben es einfach sowas von drauf.

Lurchi Lette @denkfett

An dem Tag, an dem Du mich das erste Mal nackt siehst, wirst Du denken: "Ich habe einen verdammt guten Wal getroffen!"

Renate Bergmann@RenateBergmann

Ich habe vier Ehemänner überlebt und 27 Jahre "Lindenstraße". Und jetzt moderiert diese dicke Frau in Rosa "Wetten, dass...?" ?

Tom van Orten@TomVanOrten

"Ich brauche dringend eine Brille." - "Zum Lesen oder zum Autofahren?" - "Zum Kacken, Du Arsch."

SpacehorstSpacehorst@WaterkantRoyal

Hornhaut. Das Saarland des Körpers.

Moss E. CobblestoneMoss E. Cobblestone@Graupause

Warum rasieren sich manche Frauen eigentlich so kleine Rechtecke in ihr Schamhaare? Das sieht aus, als hätte Hitler sie geleckt

RotschopfRotschopf @Nutella_FeeManche

Frauen sind einfach für den Bikini geboren. Andere für die Burka.

Whit3Sh3ph3rdWhit3Sh3ph3rd@Whit3sh3ph3rd

Arschlochkinder haben Arschlocheltern. Alle!

 

 

Samstag, 19. Januar 2013

gedroht

“…und übrigens Herr Cheatpatrol, passen Sie auf, dass sie nicht (____irgend eine Beliebigkeit hier rein____), ich möchte sie nicht verlieren…”: der Teamleiter, der Abteilungsleiter, der Chef.

Nett verpackt, als Optimist hört man zuerst die Wertschätzung, bevor man wahrnimmt, dass einem da mit Rausschmiss gedroht wird. 

Das Alter, die Sorge vor Arbeitslosigkeit, vor Veränderungen lässt es einem hinnehmen obwohl man doch am liebsten ein “>FICK DICH<” entgegen schreien wollte.

Sonntag, 13. Januar 2013

trotzdem tot

image description

Rechtsanwalts Wwe – Witwe vermutlich - war sie, die Elisabeth;  Rechtsanwalts Witwe. Bald schon ist sie trotz diesen hohen gesellschaftlichen Status 120 Jahre tot.

Donnerstag, 3. Januar 2013

abfrieren

“wenn Du Dir draußen gerade den Hintern abfrierst versuch doch mal ob das Arschgeweih auch gleich ab geht”

Mittwoch, 2. Januar 2013

war so was von klar

Seit dem 7. Dezember 2012 hatte ich Urlaub. Seit dem 6. Dezember 2012 bin ich immer, einschließlich Silvester !, vor 23.00 Uhr eingeschlafen.

Jetzt am 01 02.01.2013 um 3.24 Uhr bin ich noch hellwach. Muss auch nur arbeiten - nachher

Dienstag, 1. Januar 2013

Sonntag, 30. Dezember 2012

let’s putz

Vielleicht ist das mit dem Internet so, wie mit der Festplatte am Heimcomputer. Vielleicht wird das Internet auch deshalb immer langsamer, weil so viele verwaiste Fragmente übrig sind.

Und bevor wir das Internet platt machen, neu aufsetzen, wie das Windows auf unserem verfetteten Rechner können wir doch als erste Eskalationsstufe mal versuchen nicht mehr Benötigtes zu entfernen.

Aufgefallen ist mir das vor allem, und das gebe ich gerne zu, als ich mir verschiedene Erotik-Blogs im Netz betrachtet habe. Zwei bis Zwanzig überwiegend pornographische Posts, denen man anmerkt, dass sie aus einer ego- /mono- sexualisierten Lebensphase, daraus resultierend einem gewissen hormonellen Überdruck geschuldet, erstellt wurden.  Da möchte ich mir die Literaten (sind –innen überhaupt dabei ?)  dahinter gar nicht vorstellen. Das aber nur am Rande.

Im ersten Schritt habe ich mir überlegt,  Textbausteine anzulegen die Ihr natürlich gerne auch verwenden dürft mit folgendem Inhalt:

  • machst Du da noch weiter oder kann das weg ?
  • fertig ? löscht Du selbst oder sollen wir das machen ?
  • lebst Du noch ? Sollen wir jemanden Benachrichtigen ?

die könnt Ihr, falls ihr auf so ein verwaistes Blog stoßt in die Kommentare einfügen.

Montag, 24. Dezember 2012

Heiligabend

...und ja, für die ganzen Besserwisser Lalas:

Weihnachten ist erst morgen,

Heilig Abend ist heute... bla ... bla ... bla

--

Freitag, 21. Dezember 2012

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Gottseidank

Dieses Zusammenzucken wenn sie anruft. Immer dieses hoffentlich ist nichts schlimmes passiert, hoffentlich ist nichts passiert. Dieser übertriebene Gedanke alles von ihr fern halten zu können. Nicht realisieren, dass man es nicht kann, dass ich es nicht kann. Die Frage ob es notwendig ist.

In vielen Fällen dann auch die Erleichterung. War nichts schlimmes, war trivial.

Nicht als religiöses Bekenntnis sondern weil wir es als Spruch als Phrase gelernt haben: Gottseidank

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Dienstag, 27. November 2012

4 Way Street

Im nachhinein wundere ich mich, wie ich das überleben konnte.
Oder konnte ich es nur deshalb überleben ?

Crosby, Stills, Nash & Young – 4 Way Street

Ultrabrutal gut. Richtig, Clockwork Orange Sprache war angesagt. Gnadenlos. 
4 Way Street auf der guten BASF CrMo II C90.
50 PS Golf, Golf nicht nummeriert, war das erste Modell. Marsrot.
Blaupunkt Coburg, das Autoradio. Mit Autoreverse.
20 Watt Booster, Equalizer von Elite, aus dem Kaufhof in Cannstatt.
Aber immerhin: Orbid Sound Boxen auf der Hutablage   u n d   Türlautsprecher – was gscheids, auch von Blaupunkt.

1984. April 1984. Noch vier Monate Bund vor und schon 11 hinter mir. Orientierungslos, planlos, verzweifelt. Hatte mich die letzten anderthalb Schuljahre erstaunlicher weise doch noch ganz wohl gefühlt. War angenommen, hatte Spaß. Dann der Bund, die Bundeswehr, so schrecklich, dass ich mich nach fast 30 Jahren noch immer traumatisiert fühle.

Ungeküsst. Zuhause keine Freunde, die Klassenkameraden Zivi oder Bund, zwei studieren.  Aber richtig, vor allem: ungeküsst. Eine fast zwanzigjährige männliche Jungfrau. Sonntag abends um zehn musste man in der Kaserne sein. Günzburg. Abendessen, mit den Eltern und den Schwestern. Die gewaschene Wäsche liegt bereit. Mutter im Dienst des Verteidigungsministeriums. Ich will nicht los. Ich will wirklich nicht da hin. Derbe, schwachsinnige Alkoholiker die Vorgesetzten.

Ich muss. Muss los jetzt. Die Wäsche, der Kasten Hofbräu in den Kofferraum.  Tschüss.

Die Cassette gedrückt. 4 Way Street – Crosby, Stills, Nash and Young – live.  Bin Musikkonsument, nicht musikalischer Feinschmecker, ich mag das unperfekte von live aufnahmen. Mir ist die Stimmung lieber als technische Perfektion. Ein Plop aus dem Verstärker, ein falscher Ansatz, möglichst keine Overdubts.

Das Album ist choreografiert für meine Fahrt zum Bund. Judy Blue Eyes, ne knappe halbe Minute. Reicht nicht mal bis zur Kreuzung Seeblickweg. “We like to introduce our friend Neal Young” die Ansage danach. Akustik Gitarre, Folk. 4 Man am singen und guitarren. Langsam fast schon depressiv. Macht nix, dass der Titel On my Way Home heisst. Weiss ich nicht, hör immer nur das can you feel it now raushören. “Teach your children”  - friedensbewegt, gewoodstockt gibt mir einen Stich. Immer. Vor allem auf dem Weg in die Kaserne. Wilhelma. Bin bald auf der B10.  “Triad” Crosby singts alleine. Das Lied ist schon damals fünfzehn Jahre alt. Depression pur. Die paar Selbstmorde, von denen ich während meiner olivgrünen Zeit erfahren habe gehen mir durch den Kopf. Und war jeder Frontalzusammenstoß tatsächlich nur Unfall. Durch den Schwanentunnel.

Die vielen Blitzer an der B10 bis Plochingen haben wir nicht der grünen Landesregierung zu verdanken, die gibt’s schon lange,  damals allerdings noch nicht. Hundert sind erlaubt. Damals noch. “The lee shore” nochmal gezupftes, Chorgesang. Bin nur froh, dass wir nicht wie die Schweizer die Waffe mit nach Hause bekommen. Plochingen raus, weiter war die 10 damals nicht vierspurig ausgebaut.  An den Kesseln der Waldhornbrauerei vorbei – war mal.  

This is a song from Matt Diddly – Chicago, nur das Piano, einfingerig bedient (monophon für die Experten).  Friedensbewegt, die Zeiten. Menschenketten, Doppelbeschluss, Sitzblockaden und immer noch am überlegen ob man verweigert. Dazu das Requiem für die in Chicago  getöteten Studenten hören. Schizophren.  Am Ortseingang Reichenbach steht auf der rechten Seite schon seit Monaten der alte runde Renault Alpine A110 in metallicblau. Mittelmotor, untenliegende Nockenwelle, Zweisitzer, Rally Monte Carlo. In Ermangelung eines besseren bekomme ich da eine Erektion.

Durch jedes verdammte Kaff geht es jetzt, die vier Herren sind noch ruhig dabei. Ebersbach, Uhingen, Faurndau, Göppingen und jedes mal mindestens 4 Ampeln. Keine Fußgänger unterwegs aber rote Ampeln, langsam steigere ich mich rein, langsam wird’s…  Wann zündet man endlich in Eislingen die Neutronenbombe ? Macht eine Autobahn aus dem Flecken ich hasse es. An der Kaliko ist Licht. Immer. Damals. Donzdorf. “Don’t let it bring you down” ihr habt gut reden.

Langsam scheinen die Röhrern im Verstärker der Vier auf Betriebstemperatur zu kommen, gleich kommt auch der Autoreverse Schnitt der Cassette. Die Gitarren werden elektrisch. Ab Süssen ist die Strecke elektrifiziert – sozusagen. Pre-Road downs, Long time gone, das Schlagzeug scheppert. Wie lange steht man, wie oft muss man stoppen durch Kuchen. Und keinen Bock auf die Bundeswehr Scheiße. Richtig, long time gone. 

“This is realy a long song and we are doing it real slow”, Verdammt, nicht slow, jetzt geht’s ab, der Golf hat fufzich PS, vier Gänge und einen sehr sehr labilen Menschen am Steuer, die Geschwindigkeit wandert ins Illegale. Southern Man. Siebzig, mindestens zwischen den Ampeln durch Geislingen durch. Rechts die WMF. Schon damals faszinierend, das Treppenhaus des Verwaltungsgebäudes, damals rätselhaft der Begriff Fischhalle – wo hat’s hier Fisch, wo ist das Meer. Southern Man better keep your head… southern change comes at last… swear by god and gona put him down…

Fast ne Viertelstunde, dieser Southern Man. Ich hör die Reifen nicht quitschen, ob der Motor jault kann ich nur vermuten, Sonntag ist’s, Neune rum. Die Equalizer/Booster Kombination ist mehr als handwarm. Albaufstieg. Wundere mich noch immer, dass ich nicht eines der Kreuze am Strassenrand wurde. Amstetten. Heidelberger Druckmaschinen, rechter Hand hinter den Gleisen, hinterm Bahnhof. Auch bei Nacht wie auf der Modelleisenbahn.

Ohio, irgend etwas klagen die Jungs von der Cassette an. Folkrock. Die Schublade. Lonsee. Die Tachonadel jetzt nur noch zwischen 1:00 und 3:00 Uhr – Ja, die Straßen hier auf der Alb vertragen einen hundertdreißiger Schnitt.

Weiter machen, Carry On. Nochmal eine Viertelstunde Musik. Treibender Rhythmus, nacheinander dürfen die E-Gitarren, führen. Dürfen sich Duelle liefern, dürfen versuchen die Führung an sich zu reissen, schön mit A/B Stereo. Vorne links aus dem Türlautsprecher wird der Ton angegeben. In den höchsten Tönen wird die Gitarre gequält, drei Takte angespielt, die Band beantwortet es von rechts.  Die Käffer fliegen vorbei. Jetzt ist niemand mehr auf der Straße. Jetzt sollte besser niemand mehr durchs Kaff laufen, der nicht bei den Todesanzeigen in der Zeitung stehen will.

Good bless everybody. Good night ! kurz die Absage an das Publikum, nach dieser grandiosen Symphonie.  Gott, den es geben muss – wer hätte diese Musiker sonst anleiten sollen -  hatte heute bestimmt wieder alle Hände voll nur mit mir zu tun.

Kurz vor der Kaserne, Find the Cost of Freedom – “This is wooden music again, so you better keep cool”, Folk geklimper, fehlt nur noch die liebe Johanna Baez und ein Blumenkränzchen im Haar.

Sonntag, 25. November 2012

alt

“Alt, wenn Du heute mehr für e i n e Erektion ausgeben musst, als früher für einen ganzen Monat Kondome”

Samstag, 24. November 2012

unterste Schublade

und zur Feier des Tages gleich mal ein Klospruch ablassen:

Gangbang ist auch nur Gruppensex

Schluss vom Schluss

Habe ich mir heute überlegt. Ich mache Schluss vom Schluss. Sprich ich wie sagt man so schön “erfinde mich neu” und neu heißt auf keinen Fall besser, eher das Gegenteil wird der Fall sein.

Im Schutze einer leicht höheren Anonymität als in meinem neuen Blog werde ich in Zukunft weitermachen, auch wenn die Gefahr besteht, dass es sich dabei nur um postpubertären oder präsenilen Mist handelt. Schau mer mal.

Somit ab heute Cheatpatrols Senf 2.0

Freitag, 26. August 2011

Schluss

Schluss aus fertig. Nein, ich nehm mir ja nicht das Leben. Ich hab nur keine Lust mehr noch ein Blog zu betreuen.
Falls es in den Weiten des Netzes tatsächlich jemanden gegeben hat, der hier mitgelesen hat, darf er/sie gerne bei meinem noch gepflegten Blog unter meinem Klarname mitlesen.