Samstag, 1. Juni 2013

geht gar nicht

Uli Hoeneß Gesänge während des DFB Pokalendspiels zum Beispiel. Gut, ich kann den FC Bayern nicht leiden, und wenn ich die Bayern nicht leiden kann, dann deren feisten Präsident auch nicht. Was aber gar nicht geht, den nach seinem kleinen Steuerhinterziehungsproblem noch so öffentlich hochleben zu lassen. Von Menschen die mir sonst immer erzählen, dass man die Kleinen hängt und die Großen laufen lässt.

Muss schon wieder kotzen.

Freitag, 31. Mai 2013

drei Ausländer aus dem Westen

Fußballspiele zum Beispiel. Fußballspiele anzuschauen, macht mir nur Spaß, wenn ich Partei ergreifen kann. Partei für die eine oder andere Mannschaft, notfalls auch gegen den eine oder anderen Verein. Oft genügt es mir dann auch, beispielsweise dass der 1.FC Bayern verliert. Kann ich mich nicht auf die eine oder andere Seite schlagen interessiert mich so etwas nur mittel.

Oder Kriege zum Beispiel. Der schönste Krieg oder Bürgerkrieg ödet an, wenn man nicht für oder gegen eine Seite sein kann. Wenn man weiß, der Taliban ist böse, der Kommunist ist ganz böser weiß man woran man sich halten kann. So unentschiedene Konflikte lassen mich ja eher kalt.

Gerade in den Nahost-Konflikten bin ich selbst immer etwas unentschieden, bin ich da doch eher für den militärisch unterlegenen Underdog statt dem hochgerüsteten…Aggressor kann man auch nicht sagen, man weiß ja immer nicht wer angefangen hat…statt dem hochgerüsteten Land westlicher Orientierung.

Oder Afrika, tausender armer hungriger Menschen oder deren Kindersoldaten, töten abertausende anderer armer hungriger Menschen. Vergewaltigen, morden, oder schlagen Körperteile ab. Später töten tausende der anderen armen hungrigen Menschen oder deren Kindersoldaten, die abertausende armen hungrigen Menschen, die ihnen das angetan haben. Vergewaltigen, morden, oder schlagen Körperteile ab. Für wen soll man da sein ?

Oder Syrien. Dieser Assad, das ist doch auch kein Lieber, bombardiert und mordet sein eigenes Volk, quält und foltert und unterdrückt. Nur, und dass muss man sich ja auch überlegen, dieses Volk, diese Opposition, dieser Widerstand das sind ja auch – und nun haltet euch fest – da sind ja auch zum Beispiel ganz normale Stadttaliban dabei. So kleine Bin Ladens mit Turban und angsteinflößenden Bärten. Unterstützt vom Iran, Irak was weiss ich woher. Da kann ich dann natürlich weder für die eine oder die andere Seite sein.

Und plötzlich. Da passiert dann das Unfassbare, es schlägt mal wieder die Stunde des Volontärs  und mein Lieblingsleitmedium der spon, der Spiegel online haut mal wieder so ein Ding raus. Die Schlagzeile im Vollzitat:

syrien

 

Was erlaube Strunz !?! Äh, was soll denn das ??? Ja was macht er denn jetzt der Assad und seine Armee ??? “tötet drei Ausländer” ja ist der noch ganz dicht ? Ja spinnt denn der ? Und dann auch noch “Ausländer aus dem Westen” hätt der den keine normalen Ausländer nehmen können ? wieso gleich die guten Ausländer aus dem Westen ? Asiaten hätte er nehmen können, gibt genug davon. Oder die drei Chinesen mit dem Kontrabaß. Aus dem Süden, gibt so viele arme Neger da, hätte doch sicher auch andere finden können, wieso ausgerechnet Ausländer aus dem Westen ? Was soll denn das ?

Im Subtitel wird dann erklärt, dass eine 33 jährige Amerikanerin aus Michigan getötet wurde. Aus Michigan, einem Staat, wo die Aufklärungsquote von Verbrechen höher ist als die Aufklärungsquote von Teenagern, wenn man betrachtet, dass die 33 jährige Mutter einer 18 jährigen Tochter ist war. Mal abgesehen davon, dass es wesentlich cleverer und kürzer ist, wenn man Richtung Osten loslatscht, wenn man nach Amerika will…geschenkt.

unbekanntEin Brite, eine US-Amerikanerin und ein Opfer unbekannter Nationalität. Somit käme auch ein Westinuit, ein Westmaori oder sogar ein Westmarsianer in Betracht. Egal, in der Bibel steht zum Beispiel ja nur, “Du sollst nicht töten”, da steht ja nicht “Du sollst keine Ausländer aus dem Westen töten” – Wobei das gebe ich zu, die Bibel in diesem Konflikt eher nicht so die Grundlage des Handelns ist.

Ja warum denn nicht ? Der Konflikt nähert sich der 100.000 Toten Grenze, da muss man morden und töten, wen und was man erwischen kann, da kann man nicht auf so Kinkerlitzchen wie die Himmelsrichtung des Wohnorts der Opfer acht geben.

Sonntag, 26. Mai 2013

empört

In meine Timeline retweetet:

twitter

Ein abstossendes Bild eines behinderten oder kranken Menschen drangehängt. Im Kommentar des Bildes macht sich jemand darüber lustig. Nicht schön, eher widerwärtig. Und NEIN, ich zeige das Bild nicht, will auch nicht den /das Twitterlein jetzt bashen.

Andererseits. Was war den die Intention des tapferen Twitterleins, das mir so etwas in meine Timeline spült ? Was hat es sich gedacht ? Weiss es nicht, dass es dieses Bild mit verbreitet, dass es pro Retweet einer immer noch größeren Öffentlichkeit zur Verfügung stellt ?

Dann kommt aber auch noch etwas anderes dazu. Der Screenshot stammt ja gar nicht aus der Freundesliste des Twitterleins, sonst hätte man das ja auch mal mit einem deutlichen Kommentar regeln können, beziehungsweise sofort “entfreunden” können. Nein, dieses wie der meiste facebook-Mist findet seinen Weg ja zumeist zuerst über “Witz” – “Fun” – “Schwarzer Humor” – Seiten im Internet seinen Weg ins Social Network 2.0 – ins Twitter Netz fand der Mist dann dank meines tapfren Twitterleins.

Mal kurz die Followerzahlen des Twitterleins bzw. der Retweeter überschlagen: 6796+71+63+4670+154+2467+….   Respekt, jetzt besteht die Chance, dass dieses geschmacklose Bild schon mehr als 13.000 Menschen zugänglich gemacht wird. Und dann ? Was jetzt ? Sehen dass einer, ein Mathew, einer von inzwischen mehr als 7 Milliarden sich darüber amüsiert und die folgende Reaktion vorraussagt “rumheulen” ?

Und dann bin ich plötzlich empört. Es erinnert ganz leicht an Steffan  ‘ich bin MdB und recherchiere in Sachen Kinderporno mal selbst’ Tauss. Dieses sich selbst als höhere moralische Instanz sehen, dieses ich habe das Licht und die Wahrheit.

 

Denkt mal darüber nach.  - würde ein Twitterer jetzt schreiben.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Bester

Montag, 20. Mai 2013

nicht

Und dann hab ich immer den Eindruck, dass diejenigen, die dieses nachgestellte NICHT verwenden selbst Probleme damit haben Ironie oder Sarkasmus zu erkennen. Ja, ich hoffe dass es so ist. Alles andere würde bedeuten, sie trauten mir nicht zu Sarkasmus und Ironie zu erkennen. Um so schlimmer.

Mittwoch, 15. Mai 2013

Reply

Antworten. Hier vielleicht aber nur erwidern, ungefragt antworten. Bei Twitter sind sie ein Thema, die Replies. Sehr viele Accounts gefallen sich darin ihre Weisheiten in die Welt zu posaunen, werben um Favs und Retweets, um Follower sowieso, aber wehe es meldet sich mal so ein kleines Licht und gibt noch einen Kommentar zu einem Tweet ab…

Haben die Jünger da einen Messias zu heiligen ? Interessiert deine Meinung nicht wenn ich mit dir diskutiere ?  Ach, es ist gar keine Diskussion, es ist ein hört mir gefälligst zu wenn ich mit euch rede.

Donnerstag, 9. Mai 2013

Blockempfehlung

Ab und zu schlägt so was dann doch ein, eine Blockempfehlung. Irgend jemand aus meiner Timeline findet etwas schlecht oder schlimm, so schlecht und so schlimm, dass die Anderen darauf aufmerksam gemacht werden (müssen ?). Jetzt ist es aber nicht so, dass ich mit meinen bald fünfzig Lebensjahren in der Lage wäre selbst zu erkennen, was gut, was schlecht, was schlimm, was gut ist, nicht in der Lage bin zu erkennen wen ich gerne lese, aus welchen Gründen auch immer.

Sonntag, 5. Mai 2013

Mai gezwitscher

saumäßig

Klar, ich empfinde es als höchste Form der Twitter Anerkennung. So ein Pokal für den Tweet des Tages.

Gestern habe ich so einen äh zwei Pokal(e) zum ersten Mal erhalten. Ich freue mich saumäßig.

gemeint war Dieser da:

anschließend haben ein paar nette Menschen (danke Madame, danke Bine Pink und die anderen) nochmal meinen Tattoo Tweet retweetet und über die 100er Marke gehievt:

 

und ich war schon im Bett da schlug nochmal einer mit dem Tweet des Tages zu:

hierfür:

nee, jetzt mal ohne Scheiß, ich habe mich wirklich saumäßig gefreut und bedanke mich bei allen Faverinnen und Favern, Retweeterinnen und Retweetern, sowie allen Pokalistinnen und Pokalisten. Danke

Freitag, 5. April 2013

man kommt ja zu nichts

Und dann merkt man plötzlich wie man zu gar nichts mehr kommt. Das hoffnungsvolle Blog, das die 140 Zeichen Beschränkung unserer Tweets aufbrechen sollte verwaist immer mehr.

Montag, 1. April 2013

Märzgezwitscher

 

 

Montag, 18. März 2013

Fame

Ruhm. Für mich auf jeden Fall. Am Sonntagmorgen in der Badewanne eine Idee als Tweet recycelt. Dahergerotzt. Einen bestimmenden Artikel vergessen.  Holprig der Tweet.

Ein Großer hat ihn retweetet, kurz darauf ein weiterer Großer. Und plötzlich fliegt die Kuh.  Im Minutentakt schlagen die Favs und Retweets ein. Nach 4 Stunden ein Fünfziger. Am Abend die Hundert geknackt. Ich freue mich.

Ich freue mich vor allem, dass ihr trotz des fehlenden der “…eine PLZ ihr der Media-Markt Tante…” gefavt und retweetet habt, einfach weil ihr die Intention hinter dem Tweet mögt.

 

Donnerstag, 24. Januar 2013

Sonntag, 20. Januar 2013

you made my day

manche Twitterer haben es einfach sowas von drauf.

Lurchi Lette @denkfett

An dem Tag, an dem Du mich das erste Mal nackt siehst, wirst Du denken: "Ich habe einen verdammt guten Wal getroffen!"

Renate Bergmann@RenateBergmann

Ich habe vier Ehemänner überlebt und 27 Jahre "Lindenstraße". Und jetzt moderiert diese dicke Frau in Rosa "Wetten, dass...?" ?

Tom van Orten@TomVanOrten

"Ich brauche dringend eine Brille." - "Zum Lesen oder zum Autofahren?" - "Zum Kacken, Du Arsch."

SpacehorstSpacehorst@WaterkantRoyal

Hornhaut. Das Saarland des Körpers.

Moss E. CobblestoneMoss E. Cobblestone@Graupause

Warum rasieren sich manche Frauen eigentlich so kleine Rechtecke in ihr Schamhaare? Das sieht aus, als hätte Hitler sie geleckt

RotschopfRotschopf @Nutella_FeeManche

Frauen sind einfach für den Bikini geboren. Andere für die Burka.

Whit3Sh3ph3rdWhit3Sh3ph3rd@Whit3sh3ph3rd

Arschlochkinder haben Arschlocheltern. Alle!

 

 

Samstag, 19. Januar 2013

gedroht

“…und übrigens Herr Cheatpatrol, passen Sie auf, dass sie nicht (____irgend eine Beliebigkeit hier rein____), ich möchte sie nicht verlieren…”: der Teamleiter, der Abteilungsleiter, der Chef.

Nett verpackt, als Optimist hört man zuerst die Wertschätzung, bevor man wahrnimmt, dass einem da mit Rausschmiss gedroht wird. 

Das Alter, die Sorge vor Arbeitslosigkeit, vor Veränderungen lässt es einem hinnehmen obwohl man doch am liebsten ein “>FICK DICH<” entgegen schreien wollte.

Sonntag, 13. Januar 2013

trotzdem tot

image description

Rechtsanwalts Wwe – Witwe vermutlich - war sie, die Elisabeth;  Rechtsanwalts Witwe. Bald schon ist sie trotz diesen hohen gesellschaftlichen Status 120 Jahre tot.

Donnerstag, 3. Januar 2013

abfrieren

“wenn Du Dir draußen gerade den Hintern abfrierst versuch doch mal ob das Arschgeweih auch gleich ab geht”

Mittwoch, 2. Januar 2013

war so was von klar

Seit dem 7. Dezember 2012 hatte ich Urlaub. Seit dem 6. Dezember 2012 bin ich immer, einschließlich Silvester !, vor 23.00 Uhr eingeschlafen.

Jetzt am 01 02.01.2013 um 3.24 Uhr bin ich noch hellwach. Muss auch nur arbeiten - nachher

Dienstag, 1. Januar 2013

Sonntag, 30. Dezember 2012

let’s putz

Vielleicht ist das mit dem Internet so, wie mit der Festplatte am Heimcomputer. Vielleicht wird das Internet auch deshalb immer langsamer, weil so viele verwaiste Fragmente übrig sind.

Und bevor wir das Internet platt machen, neu aufsetzen, wie das Windows auf unserem verfetteten Rechner können wir doch als erste Eskalationsstufe mal versuchen nicht mehr Benötigtes zu entfernen.

Aufgefallen ist mir das vor allem, und das gebe ich gerne zu, als ich mir verschiedene Erotik-Blogs im Netz betrachtet habe. Zwei bis Zwanzig überwiegend pornographische Posts, denen man anmerkt, dass sie aus einer ego- /mono- sexualisierten Lebensphase, daraus resultierend einem gewissen hormonellen Überdruck geschuldet, erstellt wurden.  Da möchte ich mir die Literaten (sind –innen überhaupt dabei ?)  dahinter gar nicht vorstellen. Das aber nur am Rande.

Im ersten Schritt habe ich mir überlegt,  Textbausteine anzulegen die Ihr natürlich gerne auch verwenden dürft mit folgendem Inhalt:

  • machst Du da noch weiter oder kann das weg ?
  • fertig ? löscht Du selbst oder sollen wir das machen ?
  • lebst Du noch ? Sollen wir jemanden Benachrichtigen ?

die könnt Ihr, falls ihr auf so ein verwaistes Blog stoßt in die Kommentare einfügen.

Montag, 24. Dezember 2012

Heiligabend

...und ja, für die ganzen Besserwisser Lalas:

Weihnachten ist erst morgen,

Heilig Abend ist heute... bla ... bla ... bla

--

Freitag, 21. Dezember 2012

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Gottseidank

Dieses Zusammenzucken wenn sie anruft. Immer dieses hoffentlich ist nichts schlimmes passiert, hoffentlich ist nichts passiert. Dieser übertriebene Gedanke alles von ihr fern halten zu können. Nicht realisieren, dass man es nicht kann, dass ich es nicht kann. Die Frage ob es notwendig ist.

In vielen Fällen dann auch die Erleichterung. War nichts schlimmes, war trivial.

Nicht als religiöses Bekenntnis sondern weil wir es als Spruch als Phrase gelernt haben: Gottseidank

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Dienstag, 27. November 2012

4 Way Street

Im nachhinein wundere ich mich, wie ich das überleben konnte.
Oder konnte ich es nur deshalb überleben ?

Crosby, Stills, Nash & Young – 4 Way Street

Ultrabrutal gut. Richtig, Clockwork Orange Sprache war angesagt. Gnadenlos. 
4 Way Street auf der guten BASF CrMo II C90.
50 PS Golf, Golf nicht nummeriert, war das erste Modell. Marsrot.
Blaupunkt Coburg, das Autoradio. Mit Autoreverse.
20 Watt Booster, Equalizer von Elite, aus dem Kaufhof in Cannstatt.
Aber immerhin: Orbid Sound Boxen auf der Hutablage   u n d   Türlautsprecher – was gscheids, auch von Blaupunkt.

1984. April 1984. Noch vier Monate Bund vor und schon 11 hinter mir. Orientierungslos, planlos, verzweifelt. Hatte mich die letzten anderthalb Schuljahre erstaunlicher weise doch noch ganz wohl gefühlt. War angenommen, hatte Spaß. Dann der Bund, die Bundeswehr, so schrecklich, dass ich mich nach fast 30 Jahren noch immer traumatisiert fühle.

Ungeküsst. Zuhause keine Freunde, die Klassenkameraden Zivi oder Bund, zwei studieren.  Aber richtig, vor allem: ungeküsst. Eine fast zwanzigjährige männliche Jungfrau. Sonntag abends um zehn musste man in der Kaserne sein. Günzburg. Abendessen, mit den Eltern und den Schwestern. Die gewaschene Wäsche liegt bereit. Mutter im Dienst des Verteidigungsministeriums. Ich will nicht los. Ich will wirklich nicht da hin. Derbe, schwachsinnige Alkoholiker die Vorgesetzten.

Ich muss. Muss los jetzt. Die Wäsche, der Kasten Hofbräu in den Kofferraum.  Tschüss.

Die Cassette gedrückt. 4 Way Street – Crosby, Stills, Nash and Young – live.  Bin Musikkonsument, nicht musikalischer Feinschmecker, ich mag das unperfekte von live aufnahmen. Mir ist die Stimmung lieber als technische Perfektion. Ein Plop aus dem Verstärker, ein falscher Ansatz, möglichst keine Overdubts.

Das Album ist choreografiert für meine Fahrt zum Bund. Judy Blue Eyes, ne knappe halbe Minute. Reicht nicht mal bis zur Kreuzung Seeblickweg. “We like to introduce our friend Neal Young” die Ansage danach. Akustik Gitarre, Folk. 4 Man am singen und guitarren. Langsam fast schon depressiv. Macht nix, dass der Titel On my Way Home heisst. Weiss ich nicht, hör immer nur das can you feel it now raushören. “Teach your children”  - friedensbewegt, gewoodstockt gibt mir einen Stich. Immer. Vor allem auf dem Weg in die Kaserne. Wilhelma. Bin bald auf der B10.  “Triad” Crosby singts alleine. Das Lied ist schon damals fünfzehn Jahre alt. Depression pur. Die paar Selbstmorde, von denen ich während meiner olivgrünen Zeit erfahren habe gehen mir durch den Kopf. Und war jeder Frontalzusammenstoß tatsächlich nur Unfall. Durch den Schwanentunnel.

Die vielen Blitzer an der B10 bis Plochingen haben wir nicht der grünen Landesregierung zu verdanken, die gibt’s schon lange,  damals allerdings noch nicht. Hundert sind erlaubt. Damals noch. “The lee shore” nochmal gezupftes, Chorgesang. Bin nur froh, dass wir nicht wie die Schweizer die Waffe mit nach Hause bekommen. Plochingen raus, weiter war die 10 damals nicht vierspurig ausgebaut.  An den Kesseln der Waldhornbrauerei vorbei – war mal.  

This is a song from Matt Diddly – Chicago, nur das Piano, einfingerig bedient (monophon für die Experten).  Friedensbewegt, die Zeiten. Menschenketten, Doppelbeschluss, Sitzblockaden und immer noch am überlegen ob man verweigert. Dazu das Requiem für die in Chicago  getöteten Studenten hören. Schizophren.  Am Ortseingang Reichenbach steht auf der rechten Seite schon seit Monaten der alte runde Renault Alpine A110 in metallicblau. Mittelmotor, untenliegende Nockenwelle, Zweisitzer, Rally Monte Carlo. In Ermangelung eines besseren bekomme ich da eine Erektion.

Durch jedes verdammte Kaff geht es jetzt, die vier Herren sind noch ruhig dabei. Ebersbach, Uhingen, Faurndau, Göppingen und jedes mal mindestens 4 Ampeln. Keine Fußgänger unterwegs aber rote Ampeln, langsam steigere ich mich rein, langsam wird’s…  Wann zündet man endlich in Eislingen die Neutronenbombe ? Macht eine Autobahn aus dem Flecken ich hasse es. An der Kaliko ist Licht. Immer. Damals. Donzdorf. “Don’t let it bring you down” ihr habt gut reden.

Langsam scheinen die Röhrern im Verstärker der Vier auf Betriebstemperatur zu kommen, gleich kommt auch der Autoreverse Schnitt der Cassette. Die Gitarren werden elektrisch. Ab Süssen ist die Strecke elektrifiziert – sozusagen. Pre-Road downs, Long time gone, das Schlagzeug scheppert. Wie lange steht man, wie oft muss man stoppen durch Kuchen. Und keinen Bock auf die Bundeswehr Scheiße. Richtig, long time gone. 

“This is realy a long song and we are doing it real slow”, Verdammt, nicht slow, jetzt geht’s ab, der Golf hat fufzich PS, vier Gänge und einen sehr sehr labilen Menschen am Steuer, die Geschwindigkeit wandert ins Illegale. Southern Man. Siebzig, mindestens zwischen den Ampeln durch Geislingen durch. Rechts die WMF. Schon damals faszinierend, das Treppenhaus des Verwaltungsgebäudes, damals rätselhaft der Begriff Fischhalle – wo hat’s hier Fisch, wo ist das Meer. Southern Man better keep your head… southern change comes at last… swear by god and gona put him down…

Fast ne Viertelstunde, dieser Southern Man. Ich hör die Reifen nicht quitschen, ob der Motor jault kann ich nur vermuten, Sonntag ist’s, Neune rum. Die Equalizer/Booster Kombination ist mehr als handwarm. Albaufstieg. Wundere mich noch immer, dass ich nicht eines der Kreuze am Strassenrand wurde. Amstetten. Heidelberger Druckmaschinen, rechter Hand hinter den Gleisen, hinterm Bahnhof. Auch bei Nacht wie auf der Modelleisenbahn.

Ohio, irgend etwas klagen die Jungs von der Cassette an. Folkrock. Die Schublade. Lonsee. Die Tachonadel jetzt nur noch zwischen 1:00 und 3:00 Uhr – Ja, die Straßen hier auf der Alb vertragen einen hundertdreißiger Schnitt.

Weiter machen, Carry On. Nochmal eine Viertelstunde Musik. Treibender Rhythmus, nacheinander dürfen die E-Gitarren, führen. Dürfen sich Duelle liefern, dürfen versuchen die Führung an sich zu reissen, schön mit A/B Stereo. Vorne links aus dem Türlautsprecher wird der Ton angegeben. In den höchsten Tönen wird die Gitarre gequält, drei Takte angespielt, die Band beantwortet es von rechts.  Die Käffer fliegen vorbei. Jetzt ist niemand mehr auf der Straße. Jetzt sollte besser niemand mehr durchs Kaff laufen, der nicht bei den Todesanzeigen in der Zeitung stehen will.

Good bless everybody. Good night ! kurz die Absage an das Publikum, nach dieser grandiosen Symphonie.  Gott, den es geben muss – wer hätte diese Musiker sonst anleiten sollen -  hatte heute bestimmt wieder alle Hände voll nur mit mir zu tun.

Kurz vor der Kaserne, Find the Cost of Freedom – “This is wooden music again, so you better keep cool”, Folk geklimper, fehlt nur noch die liebe Johanna Baez und ein Blumenkränzchen im Haar.

Sonntag, 25. November 2012

alt

“Alt, wenn Du heute mehr für e i n e Erektion ausgeben musst, als früher für einen ganzen Monat Kondome”

Samstag, 24. November 2012

unterste Schublade

und zur Feier des Tages gleich mal ein Klospruch ablassen:

Gangbang ist auch nur Gruppensex

Schluss vom Schluss

Habe ich mir heute überlegt. Ich mache Schluss vom Schluss. Sprich ich wie sagt man so schön “erfinde mich neu” und neu heißt auf keinen Fall besser, eher das Gegenteil wird der Fall sein.

Im Schutze einer leicht höheren Anonymität als in meinem neuen Blog werde ich in Zukunft weitermachen, auch wenn die Gefahr besteht, dass es sich dabei nur um postpubertären oder präsenilen Mist handelt. Schau mer mal.

Somit ab heute Cheatpatrols Senf 2.0

Freitag, 26. August 2011

Schluss

Schluss aus fertig. Nein, ich nehm mir ja nicht das Leben. Ich hab nur keine Lust mehr noch ein Blog zu betreuen.
Falls es in den Weiten des Netzes tatsächlich jemanden gegeben hat, der hier mitgelesen hat, darf er/sie gerne bei meinem noch gepflegten Blog unter meinem Klarname mitlesen.


Samstag, 25. Juni 2011

51.

Immer mehr frag ich mich, ob wir, und ich meine wir als Bundesrepublik Deutschland, ob wir uns nicht ernsthaft darum bemühen sollten, 51. Bundesstaat der USA zu werden. Erst gestern wieder: Die USA will Truppen aus Afghanistan abziehen. Und schon kommt unsere Regierung auch auf die Idee, dass unsere Freiheit am Hindukusch nicht mehr verteidigt werden muss.

Und wenn man bedenkt, dass die Entfernung Anchorage, Alaska – Washington, DC nur unwesentlich kürzer, als die Entfernung Washington, DC  - Berlin ist, was spricht dagegen ? Vielmehr hätte es für unsere dann neue Regierung den Vorteil einer Niederlassung auf dem Europäischen Kontinent zu besitzen. Ein Teil unserer Bevölkerung hat ja schon Erfahrung darin, von einem größeren Vorbild vereinnahm zu werden.

Samstag, 28. Mai 2011

Liebes Bundeskartellamt !

Liebes Bundeskartellamt !

Danke ! Danke, dass Sie in einer dreijährigen Sektorstudie die Entwicklung der Kraftstoffpreise in der Bundesrepublik Deutschland untersucht haben. Und wie Sie dankenswerter Weise festgestellt haben gibt es keine Preisabsprachen bei den fünf marktbeherrschenden Mineralölkonzernen. Für die Feststellung, dass es sich bei dem Kraftstoffmarkt in Deutschland n i c h t um ein Monopol sondern lediglich um ein Oligopol handelt haben Sie sicher diese dreijährige Beobachtungszeit gebraucht.

Danke ! Danke, liebes Bundeskartellamt, dass Sie öffentlich erklären und auf Ihrer Homepage detailliert ausführen, dass Sie machtlos gegenüber der Preispolitik der großen Fünf sind. Danke auch liebes Bundeskartellamt, dass Sie keine Vorschläge an die Politik gemacht haben, wie diese von der Bildzeitung so liebevoll genannte „Abzocke“ gestoppt werden kann. Somit tun sich verständlicher Weise hoffnungsvolle liberale Wirtschaftsminister schwer, eigene Ideen zu entwickeln, beziehungsweise sehen die sich nicht veranlasst ob der Aussichtslosigkeit überhaupt etwas zu unternehmen.

Bitte, bitte liebes Bundeskartellamt, auch wenn die Chancen doch eher gering sind, dass wie von Ihnen gefordert, der mündige Verbraucher auch mal die Preise vergleicht oder an Freien Tankstellen tankt, möchten wir Sie doch dringend bitten, diesen Passus auf Ihrer Seite zu streichen.

Schade ! Schade liebes Bundeskartellamt, dass Sie mit keinem Wort erwähnt haben, dass Sie mit keinem Wort erwähnt haben, dass die Regierung keinerlei Interesse an niedrigen Kraftstoffpreisen hat, profitieren Sie ja noch mehr als wir von jedem verkauften Liter durch den gewaltigen Steueranteil am Preis.

Warnen ! Warnen liebes Bundeskartellamt möchten wir Sie aber davor, zum Beispiel monatlich den größten Preistreiber von uns zu nennen, sollte es hier zu einem Boykott seitens der Verbraucher kommen würden wir Sie selbstverständlich voll umfänglich haftbar machen. Bedenken Sie, dass unser jährlicher Werbeetat zig mal höher ist, als sämtliche Diäten der aktuellen Regierung, Ihres Dienstherren.

Mit selbstverständlich freundlichen Grüßen

5

Montag, 16. Mai 2011

Volkssturm

"...der Bundesfreiwilligen Dienst und der freiwillige Wehrdienst steht auch Älteren offen."

Hilfe !!!! Die gründen jetzt schon den Volkssturm

Sonntag, 8. Mai 2011

sechsundachtzig

2011-05-08 031

Ich konnte mir weder den Titel des Menüs merken, geschweige denn die Speisenfolge. Eigentlich kann ich mich nicht an einen einzelnen Gang des Menüs erinnern. Erinnern kann ich mich daran, dass der Preis nicht in Ziffern sondern ausgeschrieben da stand.

Sechsundachtzig

Jetzt ist es einerseits so, dass mir das ganz Essen nicht mehr schmecken würden, wenn ich dann wüsste dass ich so viel dafür zahlen muss. Andererseits weiß ich jetzt auch wieso der Panamera  jetzt schon fast in der Speisemeisterei geparkt hat. Wer so viel für ein Menü ausgibt, den juckt ein 20 Euro Stafzettel fürs falsch parken einfach nicht.

Achso, rechts die Speisemeisterei, daneben der Panamera, im Hintergrund Schloss Hohenheim.

Sankto Subito

Vor lauter Jubelei wegen der Hochzeit des Englischen Königinnen Enkels mit seiner bürgerlichen Kate, vor lauter Freude, dass der nicht den Inzest Weg gegangen ist, und nicht innerhalb eines europäischen Adelshauses gejagt, gewildert hat. Vor lauter Freude darüber geht ein anderes Ereignis unter.

Fast handstreichartig spricht Papst Benedikt seinen Vorgänger Johannes Paul II oder Polen Paule selig. Ein in dieser Form doch auch einzigartiger Vorgang. Ein in der (jetzt los, wie lange ???) 2010 jährigen Kirchengeschichte einmaliger Vorgang, dass ein Apostel oder Papst seinen Vorgänger heilig spricht.

Montag, 2. Mai 2011

ausgebraucht

brauchte man ihn nicht mehr, diesen Bin Dingens ?
Gibt's im Augenblick keine Schurkenstaaten mehr,
die man vom Terrorismus befreien muss ?

Gespür

 

…und zwischen Royal Wedding und Bin Laden Death den ollen Paule heilig gesprochen…

Der Vatikan hat kein Gespür fürs Timing

Donnerstag, 28. April 2011

aushalten

Mein Radio, mein SWR1 entwickelt sich rein musiktechnisch immer mehr zum Opa Radio. Kaum ein Titel von vor 1990, wenn was aktuelles kommt, dann die Probeballons der üblichen Verdächtigen, derjenigen,  die es immer noch nicht glauben können oder wollen, dass ihre Zeit vorbei ist oder nie war. Grönemeyer, Lindenberg, REM als modern Lena, bei dieser Musikauswahl kommt mir einfach das kotzen.

Deshalb habe ich heute morgen, seit 7.00 Uhr mal SWR3 eingeschalten. “Morning Show mit Zeus und Wirbitzky”- wie haltet IHR das aus, habt ihr Morgens noch so viel Restalkohol, dass es Nix ausmacht ? Habt ihr lustige Pillen ? Wie würden die jungen Leute sagen: “Das geht gar nicht”

Die Musik, klar die Musik ist Prima. Aber der Schwachfug, dieses pseudolustige Geplapper, dieses angestrengt niemals Komische. Und wieso 2 Leute ? Der eine kann lesen oder wenigstens den Zettel halten, der andere sprechen oder wenigstens stammeln.

Touchscreen

Dafür haben ich Zehn-Finger-Blind-Schreiben gelernt ? Und dann ein Touchscreen ? Geht’s noch ?

Montag, 25. April 2011

Milchbar

2011-04-25 027

Die Milchbar am Flamingosee auf dem Killesberg. Mein derzeitiges Lieblingsgebäude in Stuttgart. Von Rolf Gutbrod, anlässlich der Gartenschau 1950 gebaut. Heute, sonniges Wetter die Gelegenheit war günstig. Der Pächter war ob meiner Begeisterung begeistert. Hat mir Fotos von seinen dort veranstalteten Events gezeigt. Ich mag den ganzen Komplex, die rote Treppe aus Sandstein, das Geländer der Terrasse, da die in einem verlegte Schlange. Die große Glasfront. Das Gebäude integriert sich so in die Erhebung, dass es scheint, es könne nirgends anders stehen.

 

Alle Bilder hier

Freitag, 22. April 2011

Geil

 

2011-04-22 021In der Vergrößerung erkennt ihr den Spruch noch besser:

“Reclaim Your Viertel”

dann größer:

“Yuppies Verpisst Euch”

Samstag, 16. April 2011

Blender

Ganz ganz übel ist dieses Nachtreten. Weiß ich selbst, dass es kein guter Stil ist nachzutreten, zumal in einer Zeit da es schon wieder weitaus wichtigere Themen auf dieser Welt gibt. Aber auch hier von Anfang an. Unser gewesener Wirtschafts- dann Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg. Jetzt ist es nicht so, dass ich Ahnung vom Verfassungsrecht, Internationalen Recht oder Jura hätte um die Doktorarbeit eines KT zu beurteilen. Nein, ich bin einer der vielen Stammtischbrüder, die sich aus den Medien eine Meinung gebildet haben. Störend ist nicht, dass der Blender nicht richtig zitiert hat, viele Passagen komplett abgeschrieben hat, eventuell die ganze Arbeit in Auftrag gegeben, produzieren lassen hat. Was gar nicht geht ist das öffentliche Rumgelüge. Von “abstrus”, “bei so vielen Seiten mal ein Anführungszeichen vergessen” bis zum “totalen Quatsch den man da geschrieben hat” (übrigens summa cum laude – also mit der Bestnote)

Da bekomme ich dann auch immer wieder den Eindruck, diese Leute glauben ihre eigene Lügen. Glauben sie könnten übers Wasser gehen, scheinen es sogar zu versuchen. Die Geschichte des KTzG erinnert mich an einen Fußballtrainer, dem massiver Kokain Missbrauch vorgeworfen wurde. Er gab sogar noch eine Haarprobe um seine Unschuld zu beweisen. Völlig weggetreten. Weggetreten war dann auch der Verteidigungsminister. Eigentlich schön so. Dann kommt aber das andere Problem der Blender. Sie können sich nicht damit abfinden, zurück in die 2. Reihe zu treten. Fast magisch zieht es Sie wieder ins Rampenlicht.

Sonntag, 3. April 2011

typisch

2011-04-03 096typisch für Stuttgart, die Stäffala, die Treppen. Typisch auch das bisschen Natur, das sich da zeigt. Nicht umsonst war mal Stuttgarts Slogan: Stadt zwischen Wald und Reben. Sowieso untypisch, das nicht gekehrt ist, da es aber ein öffentlicher Weg ist, erklärt sich dies von selbst.

Typisch auch das Bild, schnell, schnell drauf los geknippst, ohne Rücksicht auf Motiv Bildaufbau und Belichtung. Darum geht es aber nicht. Was ich so typisch finde ist der mittelalte Herr auf de Stäffela. Altmännermäsig die Arme hinten auf dem Rücken, die doofe Hose, einfarbiges Hemd und der Polunder – einfach typisch

Samstag, 2. April 2011

Klowand

und dann diese aktuellen deutschen Twitter Topthemen: #hach #twoff #fdp - das Medium verkommt zur digitalen Klowand

einfallslos

Und auf meinem Weg durchs Internet, in den Verbindungen zum Social Web 2.0  treff ich dann auf  Tweets, Facebook likes und am schlimmsten in persönlichen Blogs auf Links. Ja, ich weiß, dass Links das Herz des Webs sind. Wieso die Menschen aber auf “lustige” YouTube-Videos verlinken müssen, sozusagen wie eine TV-Programmzeitschrift ist mir rätselhaft. Als aktive Webteilnehmer sollten Sie doch in der Lage sein interessante oder lustige Inhalte zu produzieren, wenn’s nicht das eigene Video ist kann man sich wenigstens über sein persönliches Fachgebiet auslassen oder mal selber nen Spruch ausdenken.

Als passive Webteilnehmer müsste es doch reichen, sich die Ergüsse der Anderen anzusehen, da brauchts dann deren Linkempfehlung auch nicht.